Nachbarschaftsstreit: »Konrad« und »Adenauer« fressen Fische aus Teich Katzen müssen Glöckchen tragen

Von Carsten Borgmeier
Ines Arlauskas (51) und ihr Lebenspartner Hagen Klauss (50) mit »Konrad« und »Adenauer« (rechts).
Ines Arlauskas (51) und ihr Lebenspartner Hagen Klauss (50) mit »Konrad« und »Adenauer« (rechts). Foto: Carsten Borgmeier

Rheda-Wiedenbrück (WB). In Nachbars Garten jagen sie am liebsten Vögel und fressen Fische aus dem dortigen Teich. Doch das ist den Jungkatzen »Konrad« und »Adenauer« jetzt gerichtlich untersagt worden.

Sollten sich die 18 Monate alten Kater nicht daran halten, droht der Katzenhalterin Ines Arlauskas (51) aus Rheda-Wiedenbrück ein Zwangsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Zudem wurden die kleinen Streuner dazu verdonnert, beim Auslauf ein Glöckchen um den Hals zu tragen. Das soll Singvögel warnen, wenn sich »Konrad« und »Adenauer« an ihre Beute heranpirschen.

Strenger Zeitplan

Doch nicht genug der Reglementierungen: Den Katern wurde in dem vollstreckbaren Titel des Amtsgerichts Rheda-Wiedenbrück ein strenger Zeitplan aufgebrummt. Frauchen darf ihre flauschigen, aber jagdbegeisterten Jungtiere werktags nur von 16.30 bis 21 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 10 Uhr vor die Tür setzen.

In dem von einem örtlichen Schiedsmann vermittelten Vergleich ist darüber hinaus sogar festgelegt, dass »Konrad« und »Adenauer« das Haus der Physiotherapeutin nur durch die Hintertür verlassen dürfen. »Lasse ich sie vorn raus, laufen sie direkt auf den Teich des Nachbarn zu«, sagt die Katzenbesitzerin.

Videobeweis

Dass es ihre Tiere waren, die die Fische aus dem kleinen Tümpel holten, stand in dem Verfahren einwandfrei fest: Die Nachbarn konnten Beweise vorlegen. Sie hatten extra eine Nachtsicht-Videoanlage installiert.

»Konrad« und »Adenauer« waren da zweifelsfrei bei ihren Raubzügen zu sehen, wie sie am Uferrand saßen und sich Nachbars Fische schmecken ließen.

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