Ehemalige Notunterkunft am Burgweg wird für den Sportbetrieb hergerichtet Turnhallen sind wieder leer

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Turnhallen der Osterrath-Realschule und der Ketteler-Schule stehen wieder leer, die Landesnotunterkunft wurde Ende März aufgelöst. Jetzt beginnen die Sanierungsarbeiten, damit im Mai wieder die Sportvereine einziehen können. Die Kosten für die Reparaturen zahlt das Land.

Von Jan Gruhn
Auf einmal ist die Dreifachturnhalle der Osterrath-Realschule wieder leer (von links): Unterkunftsleitung Theresa Kaussen vom DRK räumt die letzten Reste weg, Daniel Wildin (Rechtsabteilung der Verwaltung), Andre Körner (Projektleiter DRK), Lukas Paschköwitz (Immobilienmanagement) und Guido Kölling (Abteilung Bildung und Sport) nehmen die ausgelaufene Landesnotunterkunft in Augenschein.
Auf einmal ist die Dreifachturnhalle der Osterrath-Realschule wieder leer (von links): Unterkunftsleitung Theresa Kaussen vom DRK räumt die letzten Reste weg, Daniel Wildin (Rechtsabteilung der Verwaltung), Andre Körner (Projektleiter DRK), Lukas Paschköwitz (Immobilienmanagement) und Guido Kölling (Abteilung Bildung und Sport) nehmen die ausgelaufene Landesnotunterkunft in Augenschein. Foto: Jan Gruhn

So richtig kann sich Theresa Kaussen vom Deutschen Roten Kreuz noch nicht wieder an den Anblick der leeren Turnhallen gewöhnen. Schließlich waren die Sportstätten seit einigen Monaten zwischenzeitliches Zuhause für Asylsuchende: Bett reihte sich an Bett, auf dem Schutzboden sind noch die Markierung der Rettungswege zu sehen, Kinderwagen und Spielzeug liegen noch hier und da in den Ecken. »Dauerthema war immer das Mittagessen«, erinnert sich die Unterkunftsleiterin. Zu Spitzenzeiten mussten 432 Menschen verpflegt werden. Insgesamt boten die Turnhallen etwa 1400 ein »Notdach«.

Betten sind schon abgebaut

Jetzt haben die Umbauarbeiten begonnen, um die Hallen wieder für die Vereine und den Schulsport fit zu machen. Die Betten sind schon abgebaut: Die Bezirksregierung Detmold lagert sie für Notfälle ein. Außerdem, so erklärt Lukas Paschköwitz vom Immobilienmanagement der Stadt, werden die zusätzlichen Wasch- und Sanitäreinrichtungen wieder abgebaut, die rund 2000 Quadratmeter Schutzboden werden entfernt und der eigentliche Bodenbelag freigelegt.

Höhe der Kosten ist unklar

Wie hoch die Kosten ausfallen, wird erst nach Abschluss der Arbeiten feststehen. Allerdings bleibt die Kommune nicht darauf sitzen. »Wir sind in Vorleistung gegangen«, sagt Daniel Wildin aus der Rechtsabteilung der Verwaltung. »Aber alles, was direkt mit der Notunterkunft zusammenhängt, wird vom Land bezahlt.« Die Zelte auf dem Außengelände lässt die Bezirksregierung in den nächsten Tagen abholen.

Arbeiten dauern bis Ende April

Die Ausbesserungsarbeiten sollen Ende des Monats abgeschlossen sein, dann kann der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden. Auch die Rugby-Abteilung des Wiedenbrücker TV dürfte sich freuen, denn sie können wieder in ihren Kraftraum, der sich oberhalb der Tribüne der Dreifachturnhalle befindet. Aber nicht nur der WTV und andere Vereine mussten auf gewohnte Ressourcen verzichten, auch der Schulsport litt unter dem Ausnahmezustand.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.