Schluss mit der tristen Parkfläche: Batenhorst erhält einen Dorfplatz Wunsch wird endlich wahr

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Politik gibt grünes Licht – der seit langem gewünschte Dorfplatz in Batenhorst kann Realität werden. Der Fachausschuss stimmte am Donnerstag den Planungsentwürfen von Landschaftsarchitekt Jürgen Edenfeld zu.

Von Petra Blöß
Bald kein trauriger Parkplatz mehr: Der seit langem  gewünschte Dorfplatz in Batenhorst kann in  Kürze Realität werden.
Bald kein trauriger Parkplatz mehr: Der seit langem gewünschte Dorfplatz in Batenhorst kann in Kürze Realität werden. Foto: Petra Blöß

Damit kann das Gelände um die Herz-Jesu-Kirche sein Gesicht wandeln, weg vom tristen Parkplatz hin zu einer Fläche mit angenehmer Verweildauer insbesondere rund um die Gottesdienstzeiten. Die Schaffung eines attraktiven Ortseinganges für den Stadtteil gehörte mit den zu Wünschen, die sich vor sechs Jahren im seinerzeit erstellten Dorfentwicklungskonzept manifestiert hatten. Daraus entwickelte sich das Projekt für den Platz an der Kirche. Dessen Umgestaltung wünscht sich die Dorfgemeinschaft seit langem.
Im November vergangenen Jahres war den Batenhorstern eine erste Überlegung vorgestellt worden, Wünsche und Anregungen aus der Runde wurden nun in die Planung einbezogen. Abstimmungsgespräche zwischen Verwaltung, Dorfgemeinschaft und Kirchengemeinde folgten. Auch die Finanzierung wurde geklärt. 130.000 Euro steuert die Kommune bei, 80.000 Euro kommen von der Gemeinde, die auch auf Zuschüsse des Generalvikariates hofft. Und 20.000 Euro sind »Muskelhypothek«, sprich handwerkliche Eigenleistung der Dorfgemeinschaft.

Parkstreifen am Hellweg die mit einbezogen

In die Platzgestaltung mit einbezogen werden die derzeitigen Parkstreifen am Hellweg. Die Straße selbst wird entlang des Geländes auf eine Breite von wenigstens fünf Metern reduziert. Sogenannte Baumtore sollen für eine Geschwindigkeitsreduzierung durchrasender Autofahrer sorgen. Auch der Gehweg gehört künftig zum Platz, der laut Edenfeld eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen soll. Um diese zu erreichen, sieht er eine einheitliche und moderne Pflasterung, sogenannte florale Trittsteine, unterschiedliche Sitzgelegenheiten und eine moderne LED-Beleuchtung, die gleichzeitig die Kirche des Nachts illuminieren kann. Integriert wird ein Standort für den Maibaum. 14 Parkplätze werden markiert, großrahmiger als es die derzeitigen sind, zwei Parkplätze bleiben für Menschen mit Beeinträchtigung vorgehalten. Drei ovale Beete sollen nicht nur üppig blühende Pflanzen aufnehmen, sondern auch jeweils einen unterschiedlichen Baum.
Und weil der Klimawandel auch vor Batenhorst nicht Halt macht, sieht Edenfeld Exemplare gesetzt, die auch die immer stärker werdende Trockenheit gut vertragen. Dazu zählt die amerikanische Linde ebenso wie die gefüllt blühende Vogelkirsche. »Heimische Bäume haben Probleme mit der Witterung«, erklärte er auf Anfrage aus dem Ausschuss zu seiner Artenwahl. »wir brauchen Bäume, die Wärme und fehlenden Regen abkönnen.« Säulenförmige Sumpfeiche und Magnolie sollen nicht nur den optischen Eindruck am Hellweg verändern, sondern auch durch unterschiedliche Blühzeiten oder Laubverfärbungen für ein abwechslungsreiches Bild sorgen. Die traditionelle Dorflinde plant Edenfeld nicht ein, sie produziere zu viel Honigtau, der dann parkende Autos verklebe. Einstimmig entschieden sich die Ausschussmitglieder dafür, den Plan in die Tat umzusetzen und das Geld bereit zu stellen

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