Abrissarbeiten an der Gütersloher Straße in Rheda haben begonnen  Krankenhaus ist bald Geschichte 

Rheda-Wiedenbrück (WB). Jetzt geht es dem ehemaligen Evangelischen Krankenhaus in Rheda an die Mauern: Ein Riesen-Bagger zerlegt seit gestern das ausgediente Gebäude. Aus der Klinik wird Bauschutt.

Von Wolfgang Wotke
Das war mal ein Krankenhaus: Jetzt arbeitet sich ein riesiger Bagger mit seinem ausfahrbaren Arm durch das ausgediente Gemäuer an der Gütersloher Straße in Rheda vor.
Das war mal ein Krankenhaus: Jetzt arbeitet sich ein riesiger Bagger mit seinem ausfahrbaren Arm durch das ausgediente Gemäuer an der Gütersloher Straße in Rheda vor.

 Die Entkernung hatte bereits im vergangenen Jahr begonnen. Sanitär-Einbauten, Linoleum- und Teppichböden, astbesthaltige Verkleidungen oder Füllungen von Balkongeländern ebenso wie gesundheitsschädliche Mineralwolle, die noch aus den 70er Jahren stammt, wurden entfernt und entsorgt, so dass es kaum noch Altlasten gibt. Auch die in die Jahre gekommenen medizinischen Geräte oder die alten Elektroanlagen wurden frühzeitig demontiert und weggeschafft.

 Insgesamt 16 Wochen lang sollen die Abrissarbeiten des früheren Krankenhauses, das zuletzt Betriebsstätte des Klinikums Gütersloh war, andauern, sagt der 36-jährige Björn Pamme von der Gütersloher Entsorgungsfirma Hagedorn, der für den Abriss der 32000 Kubikmeter umbauten Raumes verantwortlich zeichnet. »Im Laufe von zwölf Wochen müssen wir dann 16000 Tonnen Bauschutt abtransportieren, um das 14000 Quadratmeter große Areal für die spätere Neubebauung vorzubereiten«, berichtet Hagedorn-Projektleiter Rolf Voßhenrich. Dazu kämen noch rund 1000 Tonnen Müll, wie alte Hölzer, Kunststoffe oder Metalle, der bereits vor Ort ordnungsgemäß in Eisencontainern getrennt werden. Das Stein-Material wird später für den Straßenbau oder zum Auffüllen anderer Bauprojekte verwendet. Große Spezialcontainer für die Arbeiter wie zum Beispiel Aufenthaltsräume und für das benötigte Material sind ebenfalls schon aufgestellt worden.

Riesige Baugrube entsteht

 Das an manchen Stellen 18 Meter hohe Gemäuer an der Gütersloher Straße ist übrigens komplett unterkellert. Nachdem die Mauern gefallen sind und der Schutt verschwunden ist, müssen auch noch die dicken Beton-Fundamente raus. Für diese Nachbearbeitung, so Pamme, würden dann zwei weitere Bagger eingesetzt. Dadurch entstehe an gleicher Stelle eine riesige, tiefe Baugrube.

 Neben einem neuen Wohngebiet werden dort auf dem Gelände in direkter Nachbarschaft auch moderne Wohneinheiten für 20 behinderte Kinder errichtet. Bauherr und Betreiber sind die Bodelschwinghschen Stiftungen aus Bielefeld-Bethel. Der Baubeginn soll im nächsten Jahr erfolgen.

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