Mindestens 100 Jobs sind in Gefahr – Betriebsratsvorsitzender spricht von »Erpressung« Westfalia droht Produktionsabzug

Rheda-Wiedenbrück (WB). Große Unruhe unter den 200 Mitarbeitern der Westfalia Mobile GmbH: Offenbar plant der französische Wohnmobilhersteller Rapido, der den Rheda-Wiedenbrücker Fahrzeugbauer vor vier Jahren übernommen hat, einen großen Teil der Produktion nach Frankreich zu verlegen. Damit sind rund 100 Jobs in Gefahr.

Von Wolfgang Wotke
Die Westfalia Mobile GmbH in Rheda-Wiedenbrück. 2010 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet, dann kehrte Ruhe ein. Nun müssen wieder zahlreiche Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen.
Die Westfalia Mobile GmbH in Rheda-Wiedenbrück. 2010 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet, dann kehrte Ruhe ein. Nun müssen wieder zahlreiche Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Foto: Wolfgang Wotke

Nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES hatte der neue Geschäftsführer der Westfalia Mobile GmbH Mike Reuer am Freitagmorgen kurzfristig eine Belegschaftsversammlung einberufen und mitgeteilt, dass bis August 2015 die Produktionen sowohl der Modelle »Amudsen« und »Columbus« (beide Fiat Ducato) als auch »Club Joker« (Volkswagen) und »Westfalia Nugget« (auf Basis Ford Transit Custom) von Rheda-Wiedenbrück zum Rapido-Stammsitz nach Mayenne in der Bretagne verlegt werden sollen. Der Grund: Die Montage der Wohnmobile sei in Rheda-Wiedenbrück zu teuer. Allein die Marco-Polo-Marke soll auch zukünftig in Ostwestfalen gebaut werden.

Die Recherchen dieser Zeitung hat am Sonntag der Westfalia-Betriebsratsvorsitzende Petros Mentis bestätigt. »Das ist ein großer Schock für uns. Diese Kröte, die wir am Freitag schlucken mussten, müssen wir erst einmal verdauen«, sagte der 55-Jährige und kündigte intensive Gespräche mit der Gewerkschaft IG-Metall für die nächsten Tage an.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag in der Gütersloher Ausgabe des WESTFALEN-BLATTES.

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