Bewohner verletzt sich bei Löschversuch – mehr als 20 Tiere in Gefahr Stall und Wohnhaus brennen nieder

Langenberg (WB). Ein Stall und ein benachbartes Wohnhaus am Jägerweg sind am Mittwoch in Brand geraten. Der einzige Bewohner des Hauses und ein Zeuge des Brandes wurden verletzt. Die Schadenssumme beläuft sich nach Polizeiangaben auf eine Höhe von etwa 400.000 Euro.

Von Jan Gruhn
In der Scheune lodern die Flammen. Als die Feuerwehr eintraf, brannte auch schon der Dachstuhl des nebenstehenden Wohnhauses.
In der Scheune lodern die Flammen. Als die Feuerwehr eintraf, brannte auch schon der Dachstuhl des nebenstehenden Wohnhauses. Foto: Jan Gruhn

Weil er die Flammen auf dem brennenden Dachboden selbst löschen wollte, zog sich der Bewohner des Bauernhofes in Langenberg nach Angaben der Feuerwehr leichte Verletzungen zu. Ein Mann, der Zeuge des Löschversuchs wurde, habe den Bewohner noch abgehalten und aus den Flammen gezogen. Der Bewohner wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert.

Der Dachstuhl des Wohnhauses brennt nieder, der Stall hinter dem Haus wird ebenfalls ein Opfer der Flammen. Foto: Jan Gruhn

Die Brandmeldung ging gegen kurz nach 15 Uhr ein, beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen sowohl das Wohngebäude als auch die Stallungen bereits in Flammen. »Zur näheren Brandursache können wir noch nichts sagen«, sagte Einsatzleiter Reinhold Meerbecker von der Feuerwehr Langenberg. Der Brand scheine allerdings im Dachstuhl ausgebrochen zu sein, so Meerbecker. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.
Die obere Etage des Wohnhauses brannte nieder. Die Stallungen, in denen unter anderem auch Stroh gelagert wurde, brannten ebenfalls aus. Im Stallgebäude waren noch etwa 30 Rinder untergebracht – darunter auch einige Bullen. Die Tiere konnten zum großen Teil von der Feuerwehr gerettet werden. Allerdings musste zunächst ein Statiker angefordert werden: Die Gefahr, dass die Decke durch das Gewicht des Löschwassers eingedrückt wird, war zunächst nicht genau abzuschätzen.
Insgesamt war die Feuerwehr mit 150 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen vor Ort. Für die Dauer der Löscharbeiten, die bis in die Nacht andauerten, wurde die Rietberger Straße komplett gesperrt.

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