BMW schleudert mit hoher Geschwindigkeit in seinen Wagen Autofahrer (23) tödlich verletzt

Herzebrock-Clarholz (WB). Ein schrecklicher Verkehrsunfall hat am Freitagabend auf der Groppelerstraße (L927) einen 23-jährigen Mann aus Harsewinkel das Leben gekostet. Drei weitere Menschen wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt.

Von Gabriele Grund

Passiert ist der Unfall, weil ein 24-jähriger Rheda-Wiedenbrücker mit seinem schwarzen 5er BMW ausgangs einer scharfen Linkskurve – in Höhe der Einmündung Udenbrink – mit der Beifahrerseite gegen einen nahe am Fahrbahnrand stehenden Baum prallte. Offenbar war der Mann mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Groppelerstraße unterwegs gewesen.

Durch den Aufprall wurden dem Fahrzeug nicht nur beide Hinterräder abgerissen, der Wagen wurde auch zurück auf die eigene Fahrbahn und von dort auf die Gegenfahrbahn katapultiert. Dort krachte der BMW mit der Fahrzeugfront in die Fahrerseite eines entgegenkommenden Audi A4, mit dem ein 23-jähriger Mann aus Harsewinkel unterwegs war.

Durch die Kollision kippte der BMW aufs Dach und rutschte mehr als 150 Meter über beide Fahrspuren in Richtung Brocker Mühle, wo er schließlich in der Zufahrt Hausnummer 45 liegen blieb. Durch die enorme Wucht des Zusammenstoßes wurde der Audi auf der Fahrerseite schwer deformiert. Die mehr als 30 Einsatzkräfte der Feuerwehrlöschzüge Herzebrock, Quenhorn und Clarholz, unter Leitung des Herzebrocker Wehrführers Franz Toppmöller, konnten den jungen Audifahrer zwar unter Zuhilfenahme hydraulischer Geräte aus dem Wrack befreien, dennoch waren seine Verletzungen derart schwer, dass auch Reanimationsmaßnahmen des eingesetzten Notarztes erfolglos blieben.

Der Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen. Ebenfalls von dem herumschleudernden 5er BMW touchiert wurden ein silberner Golf Kombi eines Mannes aus Gütersloh, der mit seinem Kind im Auto hinter dem Audi fuhr, sowie ein hinter ihm nachfolgender 1er BMW, mit dem ein Mann und seine schwangere Frau aus Harsewinkel unterwegs waren. Beide Wagen wurden beschädigt. Während der Golffahrer und die schwangere Frau leichte Verletzungen erlitten, blieben das Kind und der Fahrer des 1er BMWs unverletzt.

Wie stark die Wucht dieses Unfalls gewesen sein muss, zeigte der Bereich rund um die Unfallstelle. Splitter, Fahrzeugteile, wie die abgerissenen Hinterräder des 5er BMWs, sowie persönliche Gegenstände waren meterweit verstreut. Der Unfallbereich blieb für die Zeit der Unfallaufnahme und Spurensicherung durch die Polizei sowie die anschließende Straßenreinigung und Bergung der Fahrzeugwracks bis kurz vor Mitternacht in beide Richtungen gesperrt. Ein Sachverständiger und eine Beamtin des Verkehrskommissariates Rheda-Wiedenbrück waren zur Unfallursachenermittlung vor Ort. Der Sachschaden beträgt mindestens 50000 Euro.

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