CDU beantragt klare Regelung bei extremen Wetterbedingungen Sturm-Wirrwarr an Schulen

Harsewinkel (WB). Kinder fahren mittags mit dem Rad nach Hause während das Sturmtief Friederike über Harsewinkel hinwegfegt. Die Grundschulen haben eher zu. Die weiterführenden Schulen handhaben es unterschiedlich – so wie sie es meinen. »Der 18. Januar war chaotisch«, weiß Pamela Westmeyer (CDU) und fordert eine einheitliche Regelung.

Von Elke Westerwalbesloh
Als Sturmtief Friederike über Harsewinkel hinwegfegte, brach das Chaos aus. Manche Schüler wurden in der Sturmspitze nach Hause geschickt und mussten mit dem Rad gegen die Böen kämpfen. Lebensgefährlich und nicht tragbar, wie die CDU findet.
Als Sturmtief Friederike über Harsewinkel hinwegfegte, brach das Chaos aus. Manche Schüler wurden in der Sturmspitze nach Hause geschickt und mussten mit dem Rad gegen die Böen kämpfen. Lebensgefährlich und nicht tragbar, wie die CDU findet. Foto: dpa

Extreme Wetterbedingungen wie eben beim Sturmtief Friederike gibt es nicht so häufig in Harsewinkel. Doch wenn es sie gibt, dann wünscht sich die CDU um Pamela Westmeyer eine klare Richtlinie vom Schulministerium NRW und von der Verwaltung. »Es gibt einen alten Erlass, doch der hat uns in Harsewinkel nicht weiter gebracht«, berichtet Westmeyer rückblickend. Der Erlass sieht vor, dass die Schulen in solch einer extremen Situation selbst wählen können, ob sie aus Sicherheitsgründen schließen oder eben nicht. Bleibt eine Lehranstalt geöffnet, dann dürfen Eltern entscheiden, ob sie ihre Steppkes zu Hause lassen. Sie müssen dann allerdings die Schule informieren.

Nachbarkommunen haben die Eltern über das Radio informiert

»Und genau das führte in Harsewinkel zu Verwirrung«, erklärt die CDU-Frau. Nachbarkommunen wie Versmold oder Rietberg haben die Eltern unter anderem über das Radio erreicht und mitgeteilt, wie die Eltern schulpflichtiger Kinder sich zu verhalten haben. In der Mähdrescherstadt sei hingegen nichts passiert, weiß Westmeyer.

Die stellvertretende Bürgermeisterin hat sich die Beschwerden und die Sorgen der Eltern am nächsten Tag zu Herzen genommen. Die Grundschulen haben die Kinder frühzeitig abholen lassen, die Gesamtschule zog nach, das Gymnasium ließ den Betrieb normal weiter laufen. »Nur hat keiner daran gedacht, dass die Kinder, die keinen Ganztag haben, nach Hause mussten als der Sturm am stärksten war«, sagt Westmeyer.

Ein Busfahrer hat die Kinder bis zur Haustür gebracht

Ein Busfahrer habe entsprechend reagiert und die Kinder in Marienfeld von Haustür zu Haustür gefahren, berichtet sie. »Man kann nur nicht auf solche hilfsbereiten Menschen wie den Busfahrer setzen«, verweist Pamela Westmeyer darauf, dass es reiner Zufall war, dass er spontan so vorbildlich gehandelt hat. »Dieses Chaos darf sich niemals wiederholen«, fordert sie im Namen ihrer Partei.

Ferner monieren die Christdemokarten, dass die Schulen für Notsituationen nicht gerüstet sind. »In Lettland ist es Gang und Gebe, dass die Schulen mit Feldbetten, ausreichend Wasser und Nahrung ausgestattet sind«, weiß Westmeyer um die dort anderen Wetterbedingungen. Sie hofft aber dennoch, dass so etwas in abgespeckter Form in Harsewinkel Anklang findet.

Auch eine Notfallbetreuung müsse es an so einem Tag geben, ist sich die CDU-Frau und Mutter sicher. Den Antrag auf einheitliche Regelung haben die Christdemokraten gestellt. »Mal sehen, wie die Verwaltung damit umgeht«, hofft sie, dass es Thema im nächsten Schulausschuss wird.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.