Vorsitzender kündigt die Kooperation auf – Lenkungsgruppe soll es künftig richten Engelmarkt ohne Werbegemeinschaft

Harsewinkel-Marienfeld (WB). Sechs Jahre haben die Marienfelder Werbegemeinschaft und die Werbeagentur Eigenrauch & Partner aus Bielefeld gemeinsam den Engelmarkt auf dem Klosterhof veranstaltet. Damit ist nun Schluss. Dennoch wird die gut etablierte Veranstaltung nicht von der Bildfläche verschwinden. Im Gegenteil. 

Von Gabriele Grund
Die Mitglieder der Lenkungsgruppe Engelmarkt gehören zum großen Teil auch der Werbegemeinschaft an (von links): Ralf Eigenrauch, Thomas Lohmann, Marco Lohmann, Burkhard Bruns, Kari Lievonen, Heike Dell, Christine Franz, Hans-Jürgen Großer und Wieland Buchholz.
Die Mitglieder der Lenkungsgruppe Engelmarkt gehören zum großen Teil auch der Werbegemeinschaft an (von links): Ralf Eigenrauch, Thomas Lohmann, Marco Lohmann, Burkhard Bruns, Kari Lievonen, Heike Dell, Christine Franz, Hans-Jürgen Großer und Wieland Buchholz. Foto: Gabriele Grund

Es hat sich eine Lenkungsgruppe gegründet, die sich für den Fortbestand des vorweihnachtlichen Marktes stark macht. Allerdings unter neuer Regie. Die Werbegemeinschaft Marienfeld ist nicht mehr im Boot. Maik Wolters, seit vorigem Jahr Vorsitzender der Werbegemeinschaft Marienfeld, hat die seit sechs Jahren bestehende Kooperation gekündigt hat.

Maik Wolters war aus Gründen des persönlichen Haftungsrisikos nicht mehr bereit, die Verantwortung für den Engelmarkt zu übernehmen. Wolters sollte mit Ralf Eigenrauch erörtern, wie die Haftungsfrage so verändert werden kann, dass er die Verträge für zukünftige Engelmärkte mit ruhigem Gewissen unterschreiben kann.

Ein Lösung schien zum Greifen nahe

»Wir hatten uns überlegt, dass wir die bisherige Verantwortlichkeit einfach umkehren, so dass die Agentur Eigenrauch & Partner zukünftig Veranstalter und die Werbegemeinschaft Kooperationspartner ist. Damit wären sie aus der Verantwortung rausgewesen«, so Ralf Eigenrauch. Bei einem folgenden Gespräch zog der Werbegemeinschaftsvorsitzende stattdessen die Aufkündigung der bisherigen Zusammenarbeit aus der Tasche.

Zur Überraschung von Eigenrauch und einigen Lenkungsgruppenmitgliedern, von denen die meisten Mitglieder der Werbegemeinschaft sind. »Wir sind davon ausgegangen, dass die Übernahme der Haftung durch die Agentur auch für Maik Wolters in Ordnung war. Stattdessen hatte er die Kündigung dabei«, sagen Christine Franz, Hans Jürgen Großer und Burkhard Bruns. Ralf Eigenrauch erklärte, dass man diese akzeptiert habe.

Das sagt der Vorsitzende der Werbegemeinschaft

Eine etwas andere Sicht der Dinge äußert Maik Wolters als Vorsitzender der Marienfelder Werbegemeinschaft.  Er war nicht mehr bereit, das Haftungsrisiko zu übernehmen. Allerdings hätte er sich nicht nur eine mündliche Zusage von Ralf Eigenrauch gewünscht, die Verantwortung einfach auf seine Agentur zu übertragen, sondern einen neuen schriftlichen Vertrag gewünscht. »Doch da ist bis heute nichts gekommen«, sagt Wolters. Des Weiteren soll es künftig nur noch Ein-, maximal Zwei-Jahres-Verträge geben. »Man kann nicht für fünf Jahre einen Vertrag besiegeln und dann erwarten, dass ein neuer Vereinsvorstand das so übernimmt«, so Wolters.

Zudem wünsche er sich, dass nach einem Vorjahresumsatz von rund 30.000 Euro und zusätzlicher finanzieller Unterstützung von Mitgliedern und Sponsoren mehr übrig bleibe als eine Nullrunde. »Eine Agentur muss immer gewinnorientiert arbeiten. Viele Mitglieder der Werbegemeinschaft haben geschluckt, als sie erfahren haben, dass die Werbeagentur für die Organisation jedes Jahr 12.000 Euro bekommt. Das waren in sechs Jahren 72.000 Euro. Das muss ein kleiner Verein wie die Werbegemeinschaft mit 40 Mitgliedern erst mal bewältigen.« Wolters betont, er sei ein Befürworter des Engelmarktes und signalisiert Gesprächsbereitschaft. Er und die Werbegemeinschaft stünden der Agentur, falls gewünscht, auch weiterhin zur Seite.

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