Bauprogramm des Kreises Gütersloh: Gefahrenstelle wird entschärft Landesstraße macht künftig einen Schwenk

Gütersloh/Harsewinkel/Verl (WB). Ganz so viele Bautätigkeiten wie im Rekordjahr 2017 wird der Kreis in diesem Jahr nicht in Angriff nehmen. Die Abteilung Tiefbau hat das Bauprogramm 2018 jetzt im Straßen- und Verkehrsausschuss vorgestellt.

Weil die Sicht eingeschränkt ist, taucht der Lkw recht plötzlich auf. Damit die Radfahrer und Fußgänger bessere Sicht haben, wird in Verl im Zuge des Radwegebaus an der K 42 und dem Straßenausbau einem Teilstück auch die Landesstraße auf 300 Metern verschwenkt.
Weil die Sicht eingeschränkt ist, taucht der Lkw recht plötzlich auf. Damit die Radfahrer und Fußgänger bessere Sicht haben, wird in Verl im Zuge des Radwegebaus an der K 42 und dem Straßenausbau einem Teilstück auch die Landesstraße auf 300 Metern verschwenkt.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro, davon sind 1,75 Millionen Euro eigene Haushaltsmittel, der Rest Zuschüsse. 1,09 Millionen Euro entfallen auf Fahrbahnen, 200.000 Euro auf Brücken, 600.000 Euro auf Radwege und 250.000 Euro auf Grunderwerb.

Großprojekt Nummer eins ist das größte Projekt aus dem Vorjahr: In Harsewinkel wird weiter an der Ortsdurchfahrt K 14 (Tecklenburger Weg/Prozessionsweg) gearbeitet. Zusammen mit der Stadt, die die Leitungen neu verlegt, wird seit dem Sommer vergangenen Jahres gearbeitet. Bisher läuft alles nach Plan und derzeit deutet alles daraufhin hin, dass Ende 2018 die Bauarbeiten abgeschlossen sein werden.

Neubau eines Geh- und Radweges an der K42 ist zweitgrößte Baumaßnahme

Die zweitgrößte Baumaßnahme ist der Neubau eines Geh- und Radweges an der K 42 (Österwieher Straße) zwischen der Landesstraße L 867 (Neuenkirchener Straße) im Süden und der K 41 (Reckerdamm) im Norden. Zudem wird im südlichen Abschnitt die Straße ausgebaut, eine Brücke über die Wapel erneuert und die Landstraßenanbindung umgestaltet. Damit schließt der Kreis eine etwa 2,2 Kilometer lange Lücke im Radwegenetz. Das besondere an der Baumaßnahme: Im gleichen Zug wird eine Gefahrenstelle entschärft. Dort wo die K 42 auf die L 867 trifft, wird die Landesstraße ein Stück verlegt, sodass sie nicht mehr in einem so engen Winkel um den Spitzkrug herumführt.

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Gerade für Radfahrer und Fußgänger, die vom südlich der Landstraße gelegenen Radweg nach Norden wollen, ist die Sicht zurzeit noch sehr eingeschränkt.

Henrik Egeler

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»Gerade für Radfahrer und Fußgänger, die vom südlich der Landstraße gelegenen Radweg nach Norden wollen, ist die Sicht zurzeit noch sehr eingeschränkt«, erläutert Henrik Egeler, Leiter der Abteilung Tiefbau. Radfahrer und Fußgänger würden quasi gegen eine Hausecke schauen. Autofahrer wiederum erkennen Radfahrer und Fußgänger erst spät, weil sie aus dem Hausschatten auftauchen. Auf einer Länge von rund 300 Metern wird deswegen die Landesstraße verschwenkt. Die Kosten für diesen Teil der Baumaßnahme tragen die Stadt Verl und der Kreis Gütersloh jeweils zur Hälfte.

Brückenbauwerk wird erneuert

Nicht nur ein komplett neuer Radweg entsteht: Auch ein Brückenbauwerk wird erneuert, und auf einer Strecke von 600 Metern wird auch die Straße von 5 auf 6,50 Meter verbreitert. Der Start der Bauarbeiten wird im März sein, bis Ende Februar werden vorbereitende Gehölzarbeiten erledigt.

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