Nach Tod in Beelen: Mann aus Oelde unter Verdacht Getöteter Rentner im Rollstuhl: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Beelen/Münster (dpa/WB). Vier Wochen nach dem gewaltsamen Tod des 71 Jahre alten Rollstuhlfahrers Karl U. im münsterländischen Beelen an der Grenze zum Kreis Gütersloh sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft.

In diesem Haus in Beelen war der 71-Jährige tot aufgefunden worden.
In diesem Haus in Beelen war der 71-Jährige tot aufgefunden worden. Foto: Wolfgang Wotke

Es handele sich um einen 49-Jährigen mit Wohnsitz im rund 15 Kilometer entfernten Oelde, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Demnach fanden die Ermittler auf dem Tatwerkzeug DNA-Spuren des Mannes. Der Pole habe früher Gelegenheitsarbeiten für den 71-Jährigen erledigt.

Der Rentner war an Heiligabend tot in seinem Haus in Beelen im Kreis Warendorf von Angehörigen gefunden worden. Laut Obduktionsbericht war er bereits einen Tag früher durch stumpfe Gewalt mit Schlägen gegen den Kopf getötet worden.

Geld beim Verdächtigen entdeckt

»Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten weitere Hinweise, die einen dringenden Tatverdacht begründen. So konnte der verschuldete Mann die Herkunft eines größeren Geldbetrages nicht erklären, den die Ermittler in einem Versteck fanden«, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Die gleiche Geldsumme sei in dem Haus in Beelen gestohlen worden.

Der Beschuldigte, der laut Polizei in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten steckt, streitet die Vorwürfe ab. Durch seine früheren Arbeiten für den Rentner soll er Kenntnisse gehabt haben, wie er ins Haus gelangen konnte. Die Ermittler hatten keine Einbruchsspuren gefunden.

Auf den ersten Blick sind an dem Einfamilienhaus von außen keine Einbruchspuren zu erkennen gewesen: keine Glasschäden an den Fenstern und auch keine Hebel- oder Aufbruchspuren an den zwei Eingangstüren des Gebäudes. Die Vermutung lag daher nahe, dass Karl U. seinen Mörder kannte.

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