Heimisches Kreditinstitut strebt Verschmelzung mit Warendorf zum 1. Januar 2019 an Nachbar-Volksbanken wollen fusionieren

Harsewinkel/Warendorf (WB/sw). Erneut bereiten zwei Volksbanken eine Verschmelzung vor. Die Volksbank im Ostmünsterland mit Sitz in Harsewinkel will zum 1. Januar 2019 mit der Volksbank Warendorf fusionieren. Das Warendorfer Kreditinstitut ist mit einer Bilanzsumme von 1,5 Milliarden Euro etwa dreimal so groß wie die neue Partnerin.

Wollen zusammenarbeiten (von links): Rolf Weishaupt (Volksbank Warendorf), Norbert Eickholt (Volksbank im Ostmünsterland), Martin Weber (Warendorf), Thomas Schmidt (Warendorf) und Meinhard Deppe (Ostmünsterland).
Wollen zusammenarbeiten (von links): Rolf Weishaupt (Volksbank Warendorf), Norbert Eickholt (Volksbank im Ostmünsterland), Martin Weber (Warendorf), Thomas Schmidt (Warendorf) und Meinhard Deppe (Ostmünsterland). Foto: Volksbank

Hintergrund seien die stetig steigenden regulatorischen Anforderungen der Bankenaufsicht, die in einem größeren Haus effizienter zu gestalten sind. Allerdings komme der Antrieb der Volksbank im Ostmünsterland auch aus einem anderen strategischen Grund. Meinhard Deppe, einer der beiden Vorstände, wird in Kürze die Altersgrenze zum Ruhestand erreichen. Alternativ zu einer Nachnominierung haben sich dort Vorstand und Aufsichtsrat entschlossen, den Zusammenschluss mit der Nachbar-Volksbank in Warendorf zu prüfen.

Neues Institut verfügt über 350 Mitarbeiter in 19 Geschäftsstellen

»Es gibt seit vielen Jahren gute nachbarschaftliche Beziehungen in den Kreis Warendorf zur Volksbank. Neben unseren Bankstellen in Beelen und Lette, einem Stadtteil von Oelde, gehörte historisch darüber hinaus ein Großteil unseres jetzigen Geschäftsgebietes zum Kreis Warendorf«, betonte Deppe. Sein Harsewinkeler Vorstandskollege Norbert Eickholt erklärte, man habe über diese Variante nachgedacht, nachdem die Warendorfer Kollegen das Kooperationsvorhaben mit der Volksbank Bielefeld-Gütersloh im Frühjahr 2017 beendet hatten. Beide Volksbanken grenzen mit dem Geschäftsgebiet unmittelbar in Sassenberg, Warendorf über Beelen bis Oelde an.

Die neue Volksbank eG soll von vier Vorständen geleitet werden: Norbert Eickholt (Harsewinkel) sowie aus Warendorf Rolf Weishaupt, Martin Weber und Thomas Schmidt. Die fusionierte Bank wird über rund 350 Mitarbeiter in 19 Geschäftsstellen verfügen. Beide Zahlen sollen unverändert bleiben, hieß es gestern. Im Frühjahr sollen die Vertreter beider Häuser den Plänen zustimmen.

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