Harsewinkel: Ehrenamtliche Helfer holen Weihnachtsbäume ab Ab in den Schredder

Harsewinkel (WB). Weihnachten landet auf dem Anhänger: Ehrenamtliche Sammeltrupps in Marienfeld, Greffen und Harsewinkel haben mit großem personellen und maschinellen Aufwand ausgediente Weihnachtsbäume aufgeladen.

Von Gabriele Grund
Michael Schmitfranz, Nicklas Jerke und Mario Fritsche sind mehrere Stunden im Ortsteil Greffen unterwegs, um die vor die Türen gelegten Weihnachtsbäume abzuholen. Im Gegenzug nehmen sie eine kleine Spende entgegen.
Michael Schmitfranz, Nicklas Jerke und Mario Fritsche sind mehrere Stunden im Ortsteil Greffen unterwegs, um die vor die Türen gelegten Weihnachtsbäume abzuholen. Im Gegenzug nehmen sie eine kleine Spende entgegen. Foto: Gabriele Grund

So wie in Greffen, wo sechs Mitglieder der Dorfgemeinschaft bei der von der Kolpingfamilie veranstalteten Aktion von Tür zu Tür fuhren. Mit zwei Treckern waren Nicklas Jerke, Michael Schmitfranz, Mario Fritsche, Bernhard Wiedenlübbert, Heiner Hemkemeyer und Günter Rotthaus viele Stunden im Dienst der guten Sache unterwegs. Am Ende wiesen 420 abgetakelte Tannen und 870,68 Euro die Bilanz aus. Die eifrigen Sammler fuhren sogar bis in die Bauernschaften, um die Bäume gegen eine kleine Spende abzuholen. Das Geld ist als Spende für ein von Pater Paul Varghese unterstütztes Bauprojekt in Indien vorgesehen. Der Geistliche steht der Greffener St.-Johannes-Gemeinde seelsorgerisch seit 2008 zur Seite.

Veranstalter der Harsewinkeler Sammelaktion für die katholische Pfarrgemeinde St. Paulus war Frederik van Roje. Gemeinsam mit 55 ehrenamtlichen Helfern aus der St.-Paulus-Jugend, der katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und der St. Paulus Gemeinde wurden über viele Stunden unzählige Tannenbäume auf den Laderampen der insgesamt sieben Fahrzeuge (davon zwei aus dem städtischen Fuhrpark) verladen. In der Spendendose landeten 3768,74 Euro. Die Gelder werden zu gleichen Teilen an die Gütersloher Tafel (Verteilungsbezirk Harsewinkel), die katholische Landjugendbewegung (KLJB) sowie die St. Lucia- Ferienfreizeit vergeben.

Mehr als acht Stunden unterwegs

Mehr als acht Stunden war das in kleine Teams aufgeteilte Großaufgebot unterwegs. Dabei bemerkten die Sammler, dass in diesem Jahr vermehrt größere Weihnachtsbäume, teilweise zwei bis drei Meter hoch, in den Wohnzimmern gestanden hatten. Zum Abschluss der Aktion dankte van Roje allen aktiven Ehrenamtlichen aber auch den Bürgern, die Aufwand und Mühe mit Spenden unterstützt haben. Verpflegt wurden die Helfer im Rahmen von privaten Frühstückseinladungen und mit Erbsensuppe, die Gastro Rieger aus Marienfeld zum Mittagessen gestiftet hatte. Die eingesammelten Bäume wurden auf den Hof Hecker in Marienfeld gebracht.

Ebenfalls fleißige Sammler gab es in Marienfeld zu beobachten. Insgesamt 30 Mitglieder und Freunde der Ehrengarde des Heimatvereins Marienfeld waren unterwegs, um nach alter Tradition die ausrangierten Weihnachtsbäume einzusammeln. Rund 450 Tannen kamen dabei zusammen. Mit Treckern waren die Ehrengardisten, deren Familienmitglieder und Freunde während der Gemeinschaftsaktion im Ortsgebiet und in den weitläufigen Bauernschaften unterwegs. Am Ende konnte der Vorsitzende der Ehrengarde, Hendrik Brickenkamp, einen Rekorderlös von 1815,59 Euro vermelden. Im Vorjahr waren es 1622 Euro.

Friedhof der Weihnachtsbäume

Die Spendengelder sind für den Sachausschuss Jugend (SaJ) und die eigene Vereinsarbeit geplant. Entsorgt wurden auch die Marienfelder Tannen und Fichten auf dem »Friedhof der Weihnachtsbäume«, dem Hof Hecker in Marienfeld. Dort blieb am Ende des Weihnachfestes 2017/2018 nur noch Schreddergut übrig, die Familie Hecker für die Wärmegewinnung nutzt.

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