Stadt Harsewinkel plant Umgestaltung bis 2022 Barrierefrei an Bushaltestellen

Harsewinkel (WB). Bis zum 1. Januar 2022 müssen alle Bushaltestellen barrierefrei sein. Dieses Ziel sehen Personenbeförderungsgesetz und Nahverkehrsplan vor. Der Planungs- und Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg zur Barrierefreiheit an Bushaltestellen in der Mähdrescherstadt festgelegt.

Von Stefanie Winkelkötter
Alte Bushaltestellen haben demnächst ausgedient.
Alte Bushaltestellen haben demnächst ausgedient.

Klaus Tophinke vom Gütersloher Ingenieurbüro Röver erklärte, was Barrierefreiheit an Bushaltestellen bedeutet: Zugang und Wegeführung müssen auch für gehbehinderte Menschen zu bewältigen sein, die Zustiegshöhe muss zwischen Haltestelle und Fahrzeug abgestimmt, Stufenhöhe und Spaltbreite minimiert werden. Sehbehinderte müssen durch entsprechende Bodenelemente geleitet werden.

Zudem soll es einen Unterstand zum Schutz vor Wind, Regen und Schnee samt Sitzgelegenheiten geben. »Wir haben die Harsewinkeler Bushaltestellen in vier Kategorien eingeteilt, in die ohne Umbaubedarf und in die mit kurz-, mittel- oder langfristigem Umbaubedarf«, erklärte Tophinke. Manche Bushaltestellen würde der Experte aktuell nicht umbauen, zum Beispiel die am Flughafen und im Bahnhofsumfeld – dort müsse man mit Blick auf das interkommunale Gewerbegebiet beziehungsweise die TWE-Aktivierung die weitere Entwicklung abwarten. Auch bei Claas soll zumindest bis 2019 nichts passieren. An der Kreuzung Tecklenburger Weg/B 513 will der Landesbetrieb Straßen NRW im Jahr 2019 eine Rechtsabbiegespur einrichten, die Planung dort solle zunächst einmal stehen, bevor die Bushaltestellen umgebaut werden.

Nicht überall einfach machbar

An manchen Haltestellen sei aufgrund akuten Platzmangels zudem nicht viel zu ändern. Als Beispiele nannte Top­hinke etwa die Haltepunkte Zum Kamp und Kolping­straße. »Wo nichts geht, muss auch nichts gemacht werden.«

Laut Tophinkes Berechnung belaufen sich die Kosten für den Umbau aller noch nicht instand gesetzten Bushaltestellen auf rund 900.000 Euro. 90 Prozent können durch Fördermittel finanziert werden, wenn die Anträge frühzeitig eingereicht werden. Sprich: Für die Bushaltestellen, die 2019 umgebaut werden sollen, muss die Anmeldung zur Förderung bis zum 31. Januar vorliegen. Aus diesem Grund stimmte der Ausschuss über das Komplettpaket ab – einstimmig wurden die Baumaßnahmen beschlossen.

Lange To-Do-Liste

Dies bedeutet, dass im Jahr 2019 die Haltestellen Marienschule, Bahnhof Marienfeld, Claas, Südring und Schützenstraße umgebaut werden sollen, im Jahr 2020 dann die Haltepunkte Farwickstraße, Ströer, Drepper und Haus Bergmann, 2021 von-Galen-Straße, Wadenhardstraße, Abt-Bernhard-Straße, Bessmann (Richtung Harsewinkel) und Rüschhoff. Die Haltestellen Kolpingstraße, Theo-Claas-Damm, Zentrum und Bessmann (Richtung Gütersloh) sind bereits fertig, auch an der Nordstraße und an der Haltestelle Sundern ist man bereits aktiv geworden. Für 2018 steht die Haltestelle Eggersmann in beiden Fahrtrichtungen auf der To-Do-Liste.

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