Marienfelder Sternsinger ziehen am Samstag von Haus zu Haus Hier wird Verstärkung gesucht

Marienfeld (WB). Wer fremden Menschen einen Besuch abstattet und dazu noch um eine Spende bittet, der muss nicht nur freundlich sein, sondern auch passend gekleidet. Krone und ein purpurrotes Mäntelchen sollten es mindestes sein. Zumindest am 6. Januar, denn dann findet in Marienfeld das 45. Sternsingen statt.

Von Gabriele Grund
Burkhard Kirchner am Klavier studiert seit etlichen Jahren mit den Marienfelder Sternsingern die passenden Lieder ein. Ein letztes Vorbereitungstreffen findet morgen statt.
Burkhard Kirchner am Klavier studiert seit etlichen Jahren mit den Marienfelder Sternsingern die passenden Lieder ein. Ein letztes Vorbereitungstreffen findet morgen statt. Foto: Gabriele Grund

Beginn des Aussegnungsgottesdienstes in der katholischen Kirche ist um 13.30 Uhr. »Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit« lautet das Motto der 59. Sternsingeraktion, die seit 1959 unter der Trägerschaft des Kindermissionswerkes und ab 1961 zusammen mit dem Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) jährlich organisiert wird.

In Marienfeld ging es 1973 los

1973 waren es Josef Brügge und die evangelische Gemeindepädagogin Marlies Ibrügger, die das Sternsingen in Marienfeld ins Leben riefen. Von Beginn an übrigens ökumenisch, was damals noch eine Besonderheit war.

98 junge Sternsinger in 31 Gruppen, von 35 Begleitern betreut, haben im Vorjahr mehr als 11.000 Euro erwirtschaftet. »Wir hoffen, dass wieder viele Kinder mitmachen, damit wir vielleicht ein ähnlich gutes, vielleicht auch noch höheres Ergebnis zusammen bekommen«, wünscht sich das Orgateam, bestehend aus Diana Kisse, Astrid Hackling, Burkhard Kirchner, Katja Brune und Monika Birwe-Dammann.

Letztes Vorbereitungstreffen steht an

Damit das Sternsingern am 6. Januar zum Erfolg wird, wurde bereits zu zwei Vorbereitungstreffen im Marienfelder Pfarrheim eingeladen. Das dritte und letzte Vorbereitungstreffen findet am Mittwoch, 3. Januar, von 17 bis 18 Uhr statt. Noch werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gesucht, denn noch sind nicht alle Straßen abgedeckt. Eingeladen sind alle Kinder und Jugendliche ab fünf Jahren.

Damit bei der Segensüberbringung vor den Haustüren, verbunden mit der Bitte um eine Spende, alles klappt, wurden bereits Lieder geübt und die passende Bekleidung ausgewählt. Akribisch stöberten die Jungen und Mädchen in dem großen Fundus der 150 handgenähten Gewänder und Umhänge, goldenen Kronen, Kopfbedeckungen und Gürtel.

Die Lieder sind schon eingeübt

Aber nicht nur das Aussuchen der farbenfrohen Sternsinger-Gewänder und der dazugehörigen Ausrüstung sowie die Einteilung in Gruppen bestimmten die Treffen, es gab auch Informationen über das Spendenprojekt.

Dazu studierte Burkhard Kirchner am Klavier mit den jungen Akteuren bekannte Sternsingerlieder ein. In der fröhlich-versierten Probe wurde deutlich, dass der ehemalige Leiter der Marienfelder Grundschule ein Händchen für Kinder hat, denn selbst Gesangsmuffel brachte er zum Mitsingen.

Auch die Eltern müssen ran

Nach dem Aussendungsgottesdienst werden die Sternsinger mit ihren verplombten Spendenbüchsen durch die Straßen im Stadtkern und die Randbezirke von Marienfeld ziehen, um den Segenswunsch 20*C+M+B+18 (»Christus segne dieses Haus«) mittels Kreidezeichen oder als Aufkleber an die Haustürrahmen aufzubringen.

Neben dem Einsatz der Kinder ist auch die Hilfe von Eltern und Jugendlichen sehr wichtig, die die einzelnen Gruppen bei der Aktion begleiten, mit dem eigenen Auto in die Außenbezirke und Bauernschaften fahren und sich bei der Organisation einbringen.

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