WDR dreht bei Kai Anke: Claas-Testingenieur zeigt seine Erfindungen Der Astronaut mit dem Traktor

Harsewinkel/Bielefeld(WB). In den Trecker reinsetzen, entspannen und der GPS-Pilot – aus dem All gesteuert – erledigt die Arbeit. Die Landwirtschaft der Zukunft? »Nö«, sagt Kai Anke (34). Der Claas-Testingenieur hat diese Idee längst ausgetüftelt, Landwirte nutzen sie bereits. Und da er öfters geniale Einfälle hat, hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ihn besucht.

Von Elke Westerwalbesloh
Da eine seiner Erfindungen ein GPS-Pilot für den Traktor ist, der quasi aus dem All gesteuert wird, schlüpft Kai Anke in einen Astronautenanzug für den Filmdreh des WDR. Der Testingenieur und Landwirt ist diesen Freitag als »Zukunftsmacher« zu sehen.
Da eine seiner Erfindungen ein GPS-Pilot für den Traktor ist, der quasi aus dem All gesteuert wird, schlüpft Kai Anke in einen Astronautenanzug für den Filmdreh des WDR. Der Testingenieur und Landwirt ist diesen Freitag als »Zukunftsmacher« zu sehen. Foto: WDR

Kai Anke ist als »Zukunftsmacher in Westfalen« im WDR-Fernsehen am Freitag, 16. Juni, um 20.15 Uhr zu sehen. Der 34-Jährige ist Testingenieur bei Claas E-Systems, Standort Gütersloh, und parallel dazu Landwirt in Bielefeld. Er lebt zusammen mit seiner Frau auf einem eigenen Hof, der sich »natürlich auch gut zum Tüfteln eignet«. Die Kombination aus der Arbeit als Landwirt und der als Testingenieur bei Claas passt so gut zusammen, dass Kai Anke neben automatischen Lenksystemen auch eine Sensor-Messtechnik für die Düngerausbringung mitentwickelt hat.

An manchen Tagen fragt er sich schon, ob er »ein Astronaut ist, der auf dem Traktor sitzt, oder ein Landwirt, der in einem Raumschiff arbeitet«, lässt er durchblicken, dass es für ihn spannend ist, die beiden Welten zu vereinen.

Zwei Tage hat der WDR bei Kai Anke gedreht

Zwei Tage lang hat das Fernsehteam bei Claas in Harsewinkel und auf seinem Hof in Bielefeld gedreht. »Es war wirklich harte Arbeit«, sagt Anke rückblickend. Das habe er nicht erwartet, als er dem WDR und der Claas-Unternehmenskommunikation den Dreh zugesagt hatte. Denn über diese Abteilung ist der Kontakt zum Sender überhaupt zustande gekommen.

Schließlich wollte er seine Innovationen auch live auf dem Acker zeigen. »Dazu musste ich aber erstmal den Trecker aus Harsewinkel zu mir auf den Hof holen«, lässt er wissen. Den Düngerstreuer dann frisch mit Düngemittel auffüllen. Und so erzählt er dem Fernsehteam, dass er schon als Kind auf dem Hof seines Großvaters in Höxter gerne Trecker gefahren sei. Und dass er schon als Kind an dem Traktor des Opas rumgeschraubt habe, um ihn zu verbessern. Was damals noch nicht so geglückt war, klappt heute bestens. Kai Anke ist eben der Daniel Düsentrieb unter den Landwirten, der MacGyver im Karohemd bei Claas.

Eine Dokumentation über den Visionär aus der Provinz

Viele Stunden und etliche Kameraeinstellungen später war der Film im Kasten. »Es ist kein wissenschaftlicher Beitrag«, sagt der 34-Jährige. Obwohl er den Zuschauern am Freitagabend gerne die komplexe Technik seiner Erfindungen erklärt hätte. »Unsere Produktsparte nennt sich EASY, Efficient Agriculture Systems«, sagt der Ingenieur und möchte schnell noch einige technische Details im Gespräch mit dieser Zeitung loswerden. Vielleicht bei der nächsten Erfindung. Jetzt gibt’s Kai Anke erstmal als »Zukunftsmacher« im WDR-Fernsehen – der Visionär aus der Provinz im Weltraumanzug.

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