Ergebnisse der Quartiersbegehung im Rövekamp: Anregungen werden überprüft Stolperfallen und andere Hürden

Harsewinkel (WB). Was ist gut, wo gibt es Verbesserungspotenzial? Wo stoßen Senioren oder Menschen mit Handicap auf unüberwindbare Hindernisse? Welche Wünsche können erfüllt werden? Um solche Fragen zu beantworten, haben im vergangenen Jahr mehrere Quartiersbegehungen stattgefunden. Die Ergebnisse aus der Begehung im Rövekamp wurden jüngst vorgestellt.

Von Stefanie Winkelkötter

Im letzten Sozialausschuss vor dem Jahreswechsel berichtete Friederike Hegemann von der Wohnberatung der Arbeiterwohlfahrt von dem Spaziergang, den sie in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten und Demografiebeauftragten der Stadt Harsewinkel, Monika Edler-Rustige, und gut 20 Interessierten unternommen hatte. Jeder Beteiligte hatte einen Begleitbogen an die Hand bekommen, auf dem Beobachtungen und Eindrücke notiert werden konnten. Dabei ging es um vier Themenfelder: öffentliche Bereiche und Verweilmöglichkeiten; Straßenraum; Einkaufsmöglichkeiten; Barrieren.

Zu wenig Parkraum in der Innenstadt

Einige Ergebnisse: Der Park ist mit einem Rollator kaum begehbar, zudem steht er bei Regen unter Wasser. Es gibt zu wenig Parkraum in der Innenstadt. In der Paulus- und an der Goethestraße fehlen Bänke. Positiv bewertet wurden das gepflegte Erscheinungsbild der Stadt, das viele Grün und die zahlreichen Bäume. An der Erika- und der Tulpenstiege fielen die Bordsteine als nicht ganz barrierearm auf, generell und speziell an der Wagenfeldstraße müssten die Bordsteine mehr abgesenkt werden, und die Auffahrt der Schorlemmerstraße ist für Menschen mit Rollator ungünstig.

Breite, gut ausgebaute Bürgersteige fielen positiv auf. Die Einkaufsmöglichkeiten lassen indes zu wünschen übrig: Die Apotheke am Tecklenburger Weg hat geschlossen, der Friseur ist für Menschen mit Handicap wegen seiner Stufe vor dem Eingang schwierig zu erreichen. Die Bewohner würden sich freuen, wenn neben der Bäckerei, dem Tante-Emma-Laden und dem türkischen Markt weitere Einkaufsmöglichkeiten geschaffen würden.

Gefälle macht es Rollstuhlfahrern schwer

SPD-Ratsmitglied Eckhard Wiesbrock nutzte die Gelegenheit, um auf zwei weitere Probleme hinzuweisen. »An der Paulusstraße sind die Bürgersteige erfreulicherweise zwar relativ breit, aber auch recht uneben, und es gibt ein Gefälle zur Fahrbahn. Das ist auf die Dauer anstrengend für Rollstuhlfahrer«, sagte er. Er spricht aus Erfahrung, ist seine Ehefrau doch zeitweilig an den Rollstuhl gefesselt. Er regte an, dort den Bauhof mal vorbeizuschicken. Zudem sei der Fußweg entlang der Wippe zwischen B 513 und Paulusstraße völlig aufgeweicht und mit Rollstuhl oder Rollator nicht mehr befahrbar. Auch hier sollte Abhilfe geschaffen werden.

Alle Anregungen sollen an die entsprechenden Stellen weitergeleitet und auf Abhilfe hin überprüft werden.

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