Neue Remise entsteht auf dem Gelände des Marienfelder Heimatmuseums Mehr Platz für die Raritäten

Marienfeld (WB). Es wird wieder gebaut auf dem Gelände des Marienfelder Heimatmuseums. Diesmal entsteht eine neue Remise, eine nach vorne hin offene Scheune. Der Platz wird rar im großen Hauptgebäude. Daher soll der alte und sperrige Korndrescher demnächst umgestellt werden. Das Fundament steht schon, im Moment befinden sich die Außenmauern in der Fertigung.

Von Hendrik Christ

Seit 2009 stehen das Backhaus und die Schmiede auf dem Areal des Heimatmuseums. Direkt daneben kommt demnächst die geplante Remise hin. »Wir brauchen einfach den Platz«, berichtet Norbert Krogmeier, Bauleiter des Projekts und zweiter Vorsitzender des Vereins Heimatmuseum. Zum einen muss Brennholz trocken gelagert werden, außerdem benötigen einige Großgeräte Unterschlupf.

Dafür waren Gebäude dieser Art früher schon vorgesehen. Die Remise erinnert an eine Scheune, ist nach vorne allerdings offen. So konnten die Landwirte ihre Fahrzeuge und Geräte schnell und witterungssicher verstauen. Anfang Juli wurde das Fundament ausgeschachtet und der Beton gegossen. Der Verein erledigt möglichst viel in Eigenleistung. Die Firmen Eggersmann sowie Berheide und Kozlik helfen zudem mit Materialspenden aus.

Projekt soll nicht mehr als 10.000 Euro kosten

Das ganze Projekt soll schließlich keine 10.000 Euro kosten. Franz Menkoff und Herrmann Hecker mauerten an zwei Samstagen die Klinkermauern, auf denen später die Außenwände montiert werden. Derzeit befinden sich die Fassaden in der Greffener Tischlerei von Bernhard Laumann in der Anfertigung. »Wir bauen Fachwerk aus Lärchenholz. Die Außenfassade wird ebenfalls mit Holz verkleidet«, erklärt Norbert Krogmeier.

Sobald alle Bauteile fertig sind, beginnt das Puzzeln. »Wenn wir die Elemente richtig beschriften, dürfte das aber eine reine Formsache sein«, hofft Schriftführer Willi Hemmesmann. Die Gebäudefläche bemisst neun mal fünf Meter, später ragt der Schirm des Daches zusätzlich dreieinhalb Meter nach vorne. Angesichts des benötigten Platzes ist das schon knapp kalkuliert.

Der alte Korndrescher ist Baujahr 1941. Foto: Christ

»Wenn das mal reicht?«, fragt sich Norbert Krogmeier: »Immerhin müssen wir hier unseren alten Korndrescher verstauen.« Die Rede ist von einem landwirtschaftlichen Gerät, der Vorläufer des Mähdreschers. Momentan steht die sperrige Anlage in der Haupthalle.

Alter Korndrescher wird in der Remise geparkt

»Aber wir wollen den Korndrescher ja auch mal vorführen. Das geht in Zukunft einfacher, wenn man ihn schnell aus der Remise hervorholen kann«, weiß Willi Hemmesmann. Vor gut einem Jahr hat Rudolf Knufinke den Korndrescher an das Heimatmuseum überschrieben. Die Maschine, Baujahr 1941, funktioniert immer noch. »Zehn Säcke Getreide pro Stunde schafft sie mindestens«, vermutet Norbert Krogmeier. Und das würde er gerne unter Beweis stellen – wenn die Remise denn fertig ist und die Riesenmaschine sich schneller herausholen lässt.

Spätestens gegen Ende September soll die Remise eingeweiht werden. »Da lassen wir uns nicht lumpen«, ergänzt Krogmeier. Irgendwann danach, wahrscheinlich erst 2017, will der Verein den Innenausbau in der großen Scheune sowie im Schweinstall forcieren. Dazu muss aber die zeit und auch das Geld vorhanden sein.

Oben in der Scheune wurde schon allerlei renoviert, unter anderem gibt es dort eine Brücke, die beide Räume verbindet. »Wir müssen uns immer wieder etwas Neues einfallen lassen«, sagt Willi Hemmesmann. »Wenn die Ausstellung immer gleich bleibt, kommen die Besucher nicht wieder«, weiß er.

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