Andre Bracht startet im Nationalteam während der Kunstflug-Weltmeisterschaft in Zürich Nur »Allure« darf fliegen

Harsewinkel (WB/wes). Mal sonntags raus fahren und das Modell ein bisschen am Himmel kreisen lassen, das ist Andre Bracht zu wenig. Der 17-Jährige trainiert gern mit seinem Modellflugzeug – und das in jeder freien Minute. Das zahlt sich nun aus: Andre Bracht hat sich für die Nationalmannschaft qualifiziert und ist zur Zeit der erfolgreichste Deutsche Kunstpilot seiner Altersklasse.

Andre Bracht fliegt im Juni  in Holland auf dem Weltcup bis ganz an die Spitze. Er erreicht den ersten Platz und ist mittlerweile im Nationalteam. Vom 7. August an wird er sich in der Schweiz beweisen.
Andre Bracht fliegt im Juni in Holland auf dem Weltcup bis ganz an die Spitze. Er erreicht den ersten Platz und ist mittlerweile im Nationalteam. Vom 7. August an wird er sich in der Schweiz beweisen.

Im vergangenen Jahr hat der junge Mann auf der Deutschen Meisterschaft im Motor-Kunstflug den  ersten Platz in der Jugend erflogen, sich anschließend mit guten Platzierungen auf den Weltcups in Belgien, Holland und Hamburg für das Nationalteam qualifiziert. Im Februar diesen Jahres kam die begehrte Berufung der Bundeskommission  Modellflug des Deutschen Aero Club, mit der Nationalmannschaft an den  Kunstflug Weltmeisterschaften der Klasse F3A teilzunehmen.

In der Rangliste 2014 (alle Altersklassen) belegte Andre Bracht  einen sehr guten  sechsten  Platz in der Einzelwertung.  Die drei Besten aller Altersklassen und der beste Junior bilden die  Nationalmannschaft.

Der Auszubildende der Firma Claas und Mitglied im Modellflugverein Ikarus wird vom 7. bis 15. August in Dübendorf mit seinen Eltern zur Weltmeisterschaft fahren. Teilnehmen werden 36 Nationen mit 110 Startern.

Mit neuem Modell zur WM

Um in  Übung zu bleiben, trainiert er täglich beim Ikarus Harsewinkel zusammen mit seinem Vater Carsten Bracht und Andreas Hölscher.  Und er schaffte sich sogar ein neues Modell eigens für diese WM  an. »Das  Modell Allure ist 4,8 Kilogramm schwer, 2 mal 2 Meter groß, angetrieben durch einen Elektromotor«, erklärt der WM-Teilnehmer. Sein Flugobjekt wurde von dem amerikanischen Konstrukteur Bryan Hebert zusammen mit Studenten entworfen.

Auch die amerikanische Mannschaft setzt dieses Modell Allure bei  der WM  in der Schweiz ein. Die letzte WM fand vor zwei Jahren in Südafrika statt. Dort gewann der siebenfache Weltmeister Chris­tophe Paysaint-Le Roux aus  Frankreich, die Mannschaft aus den USA wurden  Mannschaftsweltmeister. Auch im Verein Ikarus Harsewinkel gab es 1963 mit Fritz Bosch einen  WM-Teilnehmer, der zu der Zeit Vize-Weltmeister wurde. Das Ziel von Andre ist es, erstmal  unter die besten 30 zu kommen, um so am Halbfinale teilzunehmen und dann vielleicht bis ganz nach vorne zu fliegen.

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