Busfahrer kann seit 2003 seinen Beruf nicht mehr ausüben Bei Schuldner nichts zu holen

Halle/Bielefeld (WB/bex). Im Fall des verprügelten Busfahrers Wolfgang B. (61) aus Halle ist das Amtsgericht Bielefeld jetzt doch noch einmal tätig geworden, um dem 61-Jährigen zustehendes Schmerzensgeld bei einem Täter einzutreiben.

Für Wolfgang B. ist es ein Déjà-vu-Erlebnis: Seit Jahren beschäftigen ihn die Folgen der Attacke von 2003. Drei Fahrgäste hatten ihn verprügelt, er kann nicht mehr als Busfahrer arbeiten.
Für Wolfgang B. ist es ein Déjà-vu-Erlebnis: Seit Jahren beschäftigen ihn die Folgen der Attacke von 2003. Drei Fahrgäste hatten ihn verprügelt, er kann nicht mehr als Busfahrer arbeiten. Foto: Bernd Bexte

Der Titel war jahrelang nicht vollstreckt worden. Das hatte, wie am 23. April berichtet, zu einer Auseinandersetzung von B.s Anwalt mit dem Amtsgericht geführt. »Derselbe Gerichtsvollzieher, der untätig geblieben war, hat den Schuldner noch einmal aufgesucht«, erklärt B.

Bei dem Mann sei aber nichts zu holen. Der 31-Jährige, einer von drei Tätern, lebe von Hartz IV. Seit er 2003 verprügelt wurde, kann B. seinen Beruf nicht mehr ausüben. Ein Täter zahle Schmerzensgeld in Raten, ein weiterer sei in den Kosovo gezogen. Da sei nichts zu holen.

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