Spenden des Good Hope Centre helfen Kindern in Tansania – Besuch in Ngorika So sieht Freude aus

Halle/Ngorika (WB). »Diese Freude ist einfach unbeschreiblich«, erinnert sich Christian Cramer an das Lachen der Kinder in Tansania. Der 55 Jahre alter Detmolder ist Mitglied des Good Hope Centre. Der 2007 gegründete Verein aus Halle unterstützt Waisenkinder in der ländlichen Gemeinde Ngorika im Norden Tansanias. 2011 wurden ein aus Spenden finanziertes Kinderheim und eine Schule eröffnet. Langjähriger Partner des Projekts ist der niederländische Verein »Stichting Happy Watoto«.

Von Bernd Bexte
Der Verein Good Hope Centre war zu Besuch: Spenden aus OWL ließen die Kinder in Tansania strahlen.
Der Verein Good Hope Centre war zu Besuch: Spenden aus OWL ließen die Kinder in Tansania strahlen. Foto: Christian Mathiesen

Eine vierköpfige Delegation des Vereins aus Halle unter Leitung des Vorsitzenden Peter Schulte (71) war jetzt erneut zu einem einwöchigen Besuch in Ngorika. Dort hat sich eine Menge getan: Im vergangenen Jahr war das Waisenhaus, in dem zur Zeit 95 Kinder wohnen, saniert worden, unter anderem mit Hilfe der Aktion »Ein Herz für Kinder«. »Wir waren begeistert von dem Ergebnis«, sagt Schulte. »Das sieht fast aus wie neu.«

»Wir unterstützen sie, bis sie auf eigenen Beinen stehen«

400 Kilo Gepäck hatte der Verein, den Leser des WESTFALEN-BLATTes bei der

Weihnachtsspendenaktion 2013 unterstützt hatten, mit nach Afrika genommen. Darunter waren auch in DIN-A-4-Umschläge verpackte Geschenke von Kindern einer Kita aus Lage. »Da waren Buntstifte und Malbücher, Aufkleber und andere kleine Sachen drin«, sagt Cramer. Die Freude der Beschenkten sei überwältigend gewesen. »›God bless you!‹ haben wir danach sehr oft gehört.« Mit dabei hatten Schulte, Cramer sowie die Vereinsmitglieder Christian Ma­thiesen und Thomas Biermann auch 100 kleine Stoffbeutel, die bei einer Spendenaktion eines vegetarischen Imbisses in Detmold zusammengetragen worden waren. In jedem Beutel befanden sich Zahnbürste, Zahnpasta und Seife. »Am Tag nach der Übergabe trugen viele Kinder ganz stolz den neuen Stoffbeutel an der Schulter«, erzählt Cramer.

Zur Zeit versehen zwei Volontärinnen aus Borgholzhausen ihren Dienst in Ngorika: Die beiden Schwestern Jacqueline (25) und Isabel Lutterkort (21) kümmern sich seit Anfang Februar und noch bis Anfang Mai um die Kinder, die die vom Verein finanzierte Schule (insgesamt 268 Schüler) besuchen. Sie unterstützen die Lehrer und spielen mit den Kindern. »Seit 2011 waren bereits etwa 40 Volontäre für unseren Verein in Tansania«, sagt Vorsitzender Peter Schulte.

Der Verein begleite die Kinder – neben Heim und Schule gibt es auch einen Kindergarten – nach der siebenjährigen Schulzeit weiter auf ihrem Lebensweg. »Wir unterstützen sie, bis sie auf eigenen Beinen stehen.« Das geschieht unter anderem durch den Besuch eines Ausbildungszentrums ganz in der Nähe. Einige ehemalige Schüler hätten bereits einen Beruf gefunden, arbeiteten in einer Firma, die Spielplatzgeräte herstellt, oder erledigten die Buchhaltung der Schule.

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