850 Zuschauer feiern in Halle die Hits von Udo Jürgens Danke für die Ohrwürmer

Halle (WB/ps). »Macht euer eigenes Ding draus!« Die Worte des Star-Entertainers Udo Jürgens haben sich die Solisten der Musicalshow »Merci, Cherie«« zu Herzen genommen.

Als Quartett, Solo oder im Duett: Die Sänger des Musicals »Ich war noch niemals in New York« begeistern mit ihrer Hommage an den großen Entertainer Udo Jürgens.
Als Quartett, Solo oder im Duett: Die Sänger des Musicals »Ich war noch niemals in New York« begeistern mit ihrer Hommage an den großen Entertainer Udo Jürgens. Foto: Pia-Sophie Schröter

Mit der Freigabe des 2014 verstorbenen Meisters, den die Akteure bei der Arbeit zum Musical »Ich war noch niemals in New York« noch persönlich kennenlernen durften, haben sie aus den berühmten Ohrwürmern von Udo Jürgens eine eindrucksvolle Show gemacht.

Mit insgesamt 30 Stücken begeistern sie die 850 Besucher im Gerry-Weber-Event-Center. Begleitet werden sie von einer sechsköpfigen Live-Band unter der Leitung von Mario Stork. Natürlich fehlen die Klassiker nicht. An »Merci, cherie« führt an dieser Hommage an Udo Jürgens nichts vorbei. Auch »Griechischer Wein« wird eingeschenkt.

Die Bandbreite der Songs offenbart dabei eine Vielfalt an Stimmungen. Mal ganz heiter und losgelöst, wird es in anderen Songs wie »Der gekaufte Drache« melancholischer und sehnsüchtiger. »Denn Künstler zu sein ist schwierig und hat oft wenig mit Glamour zu tun. Vielmehr ist es harte Arbeit und oft von Selbstzweifeln begleitet«, beschreibt Sängerin Sabine Mayer den Hintergrund.

Und auch Improvisation ist gefragt. Schließlich kann Annika Bruhns am Wochenende aus gesundheitlichen Gründen nicht auftreten. Ihre Rolle übernimmt Michaela Schober. Sie ergänzt und bereichert die Gruppe mit Sabine Mayer, Andreas Bieber und Karim Khawatmi.

Das mag auch daran liegen, dass die Sänger während der Arbeit an dem Musical die Möglichkeit hatten, Udo Jürgens persönlich kennen zu lernen. »Er hat uns seine Musik freigegeben, als einen großen Spielplatz, in den wir noch eigene Nuancen hinzufügen können«, erklärt Andreas Bieber. Prompt bekam der Song »Alles im Griff« eine leicht rockige Note.

So schafft es eine Legende bis heute, die Zuschauer von ihren Plätzen zu reißen. Denn bei dem Partyklassiker schlecht hin, »Aber bitte mit Sahne« hält es niemanden mehr auf den Stühlen. Begeistert wird gegroovt. Egal ob jung oder mit grauem Haar: Das Alter spielt keine Rolle. Mit 66 ist eben noch lange nicht Schluss.

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