Haller steigern Umsatz zweistellig – Riesenerfolg mit »Knoppers«-Riegel Süße Zeiten für Storck

Halle (WB). Der Rekordhunger des Süßwarenherstellers Storck mit Marken wie »Merci« und »Toffifee« ist weiter riesig: Das Unternehmen mit Stammsitz in Halle hat 2017 alleine in Deutschland seinen Umsatz um mehr als zehn Prozent gesteigert. Insgesamt dürften sich die Erlöse auf rund 2,5 Milliarden Euro erhöht haben.

Von Oliver Horst
Storck-Chef Axel Oberwelland mit dem »Knoppers«-Schokoriegel, der sich zum Verkaufsschlager entwickelt hat. Neu sind auch »Dickmann’s«-Schaumküsse als Berliner.
Storck-Chef Axel Oberwelland mit dem »Knoppers«-Schokoriegel, der sich zum Verkaufsschlager entwickelt hat. Neu sind auch »Dickmann’s«-Schaumküsse als Berliner. Foto: Oliver Schwabe

Axel Oberwelland, der das 1903 gegründete Unternehmen in vierter Generation führt, sprach am Freitag von einem »abermals erfolgreichsten Jahr« in der Storck-Geschichte. »Es ist uns gelungen, 2017 der am stärksten wachsende Süßwarenhersteller in Deutschland zu sein.« Die Branche habe laut Marktdaten um drei Prozent zugelegt. Mitbewerber wie Haribo und Ritter-Sport hätten den Marktforschern zufolge sogar Einbußen verbucht, Branchenprimus Ferrero auf der Stelle getreten.

Ganz anders Storck: Treiber des starken Wachstums war besonders der im Juli neu auf den Markt gebrachte »Knoppers«-Schokoriegel, der den Hallern sogar Lieferengpässe bescherte. Oberwelland spricht von der »erfolgreichsten Neueinführung im Süßwarenmarkt in Deutschland«. Der Absatz habe die eigenen Erwartungen übertroffen. Zudem sorgte die Innovation dafür, dass der Umsatz der »Knoppers«-Produktfamilie allein hierzulande erstmals die Marke von 100 Millionen Euro durchbrach. Noch erfolgreicher waren nur die »Merci«-Produkte (162 Millionen), »Nimm2« (136) sowie »Toffifee« (120).

Steigerung auch im Ausland

»Wir haben über alle Warenbereiche deutlich zulegen und uns besser als der Markt entwickeln können«, sagt Oberwelland. Beispielhaft nennt er das Segment Tafelschokolade, bei dem die Erlöse in Deutschland um ein Prozent sanken – Storck setzte 13 Prozent mehr um. Zweistellig war das Wachstum auch bei der »Lachgummi«-Familie.

Maßgeblich für das starke Wachstum auf der Absatzseite sei die gute Arbeit von Marketing und Vertrieb, sagt Oberwelland. Mit 129 Millionen Euro habe Storck nach Ferrero in Deutschland am meisten in der Branche in Werbung investiert.

Auch in etlichen Auslandsmärkten steigerte Storck Absatz und Umsatz zweistellig: im russischen Raum sogar um 37 Prozent, in Nordamerika um zehn Prozent.

Mitarbeiterzahl gestiegen

In Halle stiegen 2017 die produzierten Mengen an »Lachgummi« um elf Prozent, bei »Mamba« um 16 und bei » Toffifee« um acht Prozent. »Die äußerst erfreuliche Entwicklung führt dazu, dass wir die Kapazitäten weiter ausbauen wollen und müssen«, sagt Oberwelland. Allein in Halle belaufen sich die Investitionen im vergangenen und diesem Jahr jeweils auf rund 75 Millionen Euro – finanziert komplett aus eigenen Mitteln. Von 2022 an soll eine große Erweiterungsfläche zur Verfügung stehen. Das Planverfahren ist eingeleitet.

Zugleich bedeuten die Zuwächse weiteren Personalbedarf. In Halle stieg die Mitarbeiterzahl um sieben Prozent auf 2741. Im laufenden Jahr soll es in ähnlicher Größenordnung weitergehen. Dabei sei die Personalgewinnung in Halle noch einfacher als im thüringischen Ohrdruf. In der gesamten Gruppe mit weiterem Standort in Berlin sind mehr als 6000 Mitarbeiter beschäftigt.

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