Feuer im Kreisgymnasium Halle richtet Schaden von mindestens 30.000 Euro an. Keine Brandstiftung

Halle (WB/kg). Mindestens 30.000 Euro Schaden sind am Donnerstagabend bei dem Brand im Chemieraum des Kreisgymnasiums Halle entstanden.

Mit der Drehleiter ist die Feuerwehr auf dem KGH-Pausenhof angerückt. Die ersten Helfer sollen noch offene Flammen gesehen haben.
Mit der Drehleiter ist die Feuerwehr auf dem KGH-Pausenhof angerückt. Die ersten Helfer sollen noch offene Flammen gesehen haben. Foto: Stefan Küppers

Das Feuer habe Decken, Wände und möglicherweise auch einen Teil des Mobiliars in dem Fachraum in Mitleidenschaft gezogen und einen Schaden im höheren fünfstelligen Bereich verursacht, schätzt auch KGH-Direktor Markus Spindler. Die Chemieräume seien erst vor vier Jahren erneuert worden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand sind die Brandexperten der Polizei am Freitag davon ausgegangen, dass das Feuer im Bereich des Mülleimers im Chemieraum ausgebrochen ist. Drei Reinigungskräfte hatten gegen 17.15 Uhr eine starke Rauchentwicklung in dem Chemieraum, in dem kurz zuvor noch eine AG gearbeitet hatte, bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.

Kabelbrand denkbar

Die Polizei schließt eine vorsätzliche Brandstiftung ebenso aus wie einen technischen Defekt. Doch während sie in einer Pressemitteilung von einer unbekannten Ursache spricht, hält der KGH-Direktor nach ersten Einschätzungen auch immer noch einen Kabelbrand im Bereich Beamer oder White Board für denkbar. »Ich vermute, dass sich ein Versicherungsexperte der Sache nochmals annehmen wird«, sagte Spindler.

Ausdrücklich bedankte er sich bei der Putzfirma Heinzelmännchen. Eine 15-köpfige Kolonne habe am Freitag bereits um 6.30 Uhr und damit vor dem Eintreffen der ersten Schüler die Flure schon gereinigt. Bis Montag sollen zudem die drei durch Rauch und Ruß beschädigten Klassenräume wieder sauber sein. Markus Spindler: »Nur der Chemieraum bleibt wohl erst einmal ein Problemfall«.

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