55 Teilnehmer bei Workshop für ein neues Sportentwicklungskonzept Jede Menge Ideen für den Haller Sport

Halle (WB). »Das ist Bürgerbeteiligung, wie ich sie mir vorstelle«, lobte Grünen-Fraktionschef Jochen Stoppenbrink eine Veranstaltung, die jetzt mehr als 50 Haller im Schulzentrum zusammenführte. Gemeinsam sind Ideen für Halles erstes Sportentwicklungskonzept besprochen worden.

Von Stefan Küppers

Regina Bresser, für den Sportbereich zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, hatte am Samstag 55 Vertreter aus Vereinen, Schulen, Kindergärten, Institutionen wie dem Stadtsportverband sowie der Volkshochschule sowie aus der Politik und der Stadtverwaltung zu einem Workshop in die Mensa des Schulzentrums Masch zusammengerufen. Über mehrere Stunden wurden vertiefende Überlegungen über die Zukunft des Sports in Halle angestellt. Wobei es ja unter anderem mit einer repräsentativen Befragung unter der Haller Bevölkerung ja bereits einen gewissen Vorlauf gegeben hat. Bekanntlich waren vor einigen Monaten 4000 Haller Bürger in einer umfänglichen Umfrage zu ihren Einschätzungen und Wünschen in Sachen Sportangebot gefragt worden. Den Rücklauf von 14 Prozent der Fragebögen bewertet Regina Bresser als »akzeptabel«, weil es Rückmeldungen aus allen Altersklassen und auch Haller Ortsteilen gegeben habe.

Kooperation untereinander soll verbessert werden

Über die rege Beteiligung bei dem Workshop hat sich die Fachbereichsleiterin sehr gefreut. »Es war ein toller Tag«, bewertet sie rückblickend die vielen Ideen und Anregungen aus den Reihen der Teilnehmer. Natürlich ging es bei dem Workshop noch einmal um die Ist- und Bedarfsanalyse für den Haller Sport. Dabei kam laut Regina Bresser unter anderem heraus, dass laut Modellen, die beispielhaft von der Uni Osnabrück entwickelt worden sind, die Hallen- und Freiflächen für Sport in Halle insgesamt rechnerisch durchaus ausreichen. Aber der Teufel steckt eben im Detail. Den Fußballern fehlen Trainingsmöglichkeiten im Winter, die Hallenkapazitäten sind begrenzt und bei den Möglichkeiten für Freizeitsport wird »viel Luft nach oben« gesehen. Ein Ergebnis des Workshops ist, dass die Bereitschaft zur Kooperation zum Beispiel mit Schulen, Volkshochschule, Jugendzentrum und Kindergärten gezielt verbessert werden soll.

Bessere Darstellung von Laufwegen in Halle ist nur eine Idee

Nach einem Einführungsvortrag von Regina Bresser wurde von den Teilnehmern zu vier Handlungsfeldern in Gruppen abwechselnd gearbeitet: Sportstättenbedarf, Förderung des Sportengagements, Zusammenarbeit der Akteure und Neugestaltung der Sportförderung. Dabei kamen soviele Hinweise und kreative Überlegungen, dass die Fachbereichsleiterin noch einiges zu tun hat, um die Vorschläge aufzuarbeiten und zu bündeln. »Zum Beispiel gab es die Anregung, den Breitensport zum Beispiel durch Laufgruppen zu bereichern. Hier kam der Vorschlag der Laufwege besser zu beschildern und die verschieden langen Wegstrecken für die Öffentlichkeit zum Beispiel über eine Homepage oder Flyer transparenter zu machen«, berichtet Bresser. Für die nächste Sitzung des Sportausschuss am 22. Februar will sie eine ausführliche Vorlage erarbeiten.

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