TG-Mitglieder bestätigen Vorstand – Frank Klostermann geht in letzte Amtszeit Hörste steht voll hinter dem »Rothaus«

Halle-Hörste (mk). Die TG Hörste gehört zu den größten Vereinen der näheren Umgebung. 1172 Mitglieder zählen die Verantwortlichen mittlerweile in ihren Reihen, die in verschiedenen Sportarten zum Teil wahre Höchstleistungen vollbringen.

Foto: M. Krammenschneider

Doch scheinen es nicht nur die sportlichen Erfolge zu sein, die den Verein für Bürger so attraktiv machen. Die TG wird auch vorbildlich geführt, macht den Eindruck einer eingeschworenen Gemeinschaft und hat sich dadurch im Altkreis einen Namen gemacht.

Dazu trägt allerdings nicht nur das »Flaggschiff« des Vereins, die 1. Herren Handballmannschaft, seit vielen Jahren bei, sondern auch der interne Nachwuchs. 2017 machten dabei vor allem die weibliche A-Jugend auf sich aufmerksam, denn die talentierte Truppe schaffte es bei der Aufstiegsrunde zur Bundesliga bis in die Endrunde. Dort scheiterte sie denkbar knapp, jedoch dürften die jungen Damen insbesondere den Erfolg gegen den Nachwuchs des Bundesligisten Füchse Berlin in bleibender Erinnerung behalten. »Eine grandios gute Leistung und eine hervorragende Werbung für unseren Verein«, sagte Vorsitzender Frank Klostermann bei der Jahreshauptversammlung im Forum der Hörster Grundschule.

Hervorrragende Werbung für den Verein

Klostermann sprach in seinem Jahresbericht auch das sich im Bau befindliche »Rothaus 32« an. »Alle stehen hinter dem Projekt und finden gut, was dort entsteht«, so der Vorsitzende. Das Richtfest wurde bereits erfolgreich gefeiert und zur Freude der TG-Verantwortlichen zeigt sich auch der Maschinenbauhersteller nebenan als netter Nachbar. Der Eigentümer möchte an der Grundstücksgrenze einen Zaun bauen, auf dessen Sportplatzseite Haken für Werbebanner angebracht werden – ein Anschub für potenzielle Werbeeinnahmen.

Zwar ist der Verein derzeit nicht dringend auf mehr Einnahmen angewiesen, jedoch sehe sich die TG Hörste als kleiner Verein dazu gezwungen, sich an das Niveau der entsprechenden Ligen und Region anzupassen. Dies muss laut Klostermann so sein, wenn man »auch in Hörste Mannschaften haben will, die Aushängeschild und Vorbild für unsere Jugend sein sollen«. In diesem Jahr habe man diesbezüglich die Kosten für die Trainer deckeln müssen, jedoch werden die betroffenen Handballer die Steigerungen aus eigenen Mitteln finanzieren. Sponsoring und Spenden werden nicht nur deshalb für den Verein immer wichtiger, um seine hohen Ambitionen aufrecht zu halten.

Das Kinderturnen boomt

Die Jahresberichte der Abteilungen waren überwiegend positiv geprägt. Thomas Wöstmann berichtete von einem »ereignisreichen Jahr« für die Handballabteilung und Karin Zöllner sorgte mit ihrem boomenden Kinderturnen dafür, dass allein in der Gymnastikabteilung 62 Neuanmeldungen verbucht werden konnten. Nicht ganz so positive Neuigkeiten hatte derweil Nico Schulz von der Tennisabteilung im Gepäck. Seine Abteilung sehnt sich nach mehr Mitgliedern jeden Alters. Mögliche Interessenten sollten sich den 9. März vormerken, denn dann wird die Saison mit einem Turnier samt Grünkohlessen eröffnet.

Die Vorstandswahlen ergaben derweil keine Überraschungen. Fast alle Verantwortlichen wurden wiedergewählt. Jedoch verkündete Frank Klostermann, dass es für ihn die letzte Amtszeit sein wird. »Ich bin dann zwölf Jahre Vorsitzender gewesen«, sagt Klostermann, der in den nächsten drei Jahren potenzielle Nachfolger ermutigen will, sein Amt zu übernehmen. »Verantwortung und Risiken sind zwar vorhanden, das kann man nicht leugnen, doch wie ich immer zu sagen pflege: Das Risiko morgens aufzustehen ist oft größer«.

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