Eigentümer will neuen Markt am Klingenhagen in Halle leicht vergrößern Abrissbagger ist bestellt

Von Klaudia Genuit-ThiessenHalle (WB). Der Abrissbagger rückt möglicherweise noch im Januar am Klingenhagen an. Denn der alte Neukauf-Markt Borgmann soll einem Neubau Platz machen. Der könnte noch dieses Jahr entstehen. Einziger Haken: Noch ist die Anliefersituation nicht geklärt.

Bauzäune sind aufgestellt: Vielleicht schon Ende Januar soll der alte Edeka-Markt am Klingenhagen, zuletzt ein Neukauf, abgerissen werden. Der Eigentümer und Geschäftsführer will dort einen Neubau errichten, gegebenenfalls noch 2018.
Bauzäune sind aufgestellt: Vielleicht schon Ende Januar soll der alte Edeka-Markt am Klingenhagen, zuletzt ein Neukauf, abgerissen werden. Der Eigentümer und Geschäftsführer will dort einen Neubau errichten, gegebenenfalls noch 2018. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

»Der Standort hat seine Berechtigung und ist deshalb im Einzelhandelskonzept für die Nahversorgung aufgeführt«, sagt Bauamtsleiter Jürgen Keil. Die Stadtverwaltung habe dem Eigentümer und Geschäftsführer des Marktes unter dem Dach der Edeka, Hans-Jürgen Borgmann, ein Gespräch angeboten, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Das Problem liegt Jürgen Keils worten nach an dem beengten Standort zwischen Klingenhagen, Bahnlinie und Wohnbebauung. Denn weil der Markt mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche auf einem Areal von etwa 4000 Quadratmeter ein wenig größer als bislang werden soll, hoffte der Eigentümer, für die Lkw einen Teil der Fläche in Anspruch nehmen zu können, die derzeit als Wendeschleife für die Linienbusse dient. Keil: »Obwohl es dort so knapp ist für die Anlieferer kann sich aber keiner vorstellen, etwas von der ÖPNV-Fläche abzugeben.«

Anliefersituation ist noch nicht geklärt

Hans-Jürgen Borgmann selbst hat zwar keinen Zeitdruck, hofft aber dennoch auf eine zügige Lösung. »Noch ist es möglich, einen neuen Markt in diesem Jahr fertig zu bekommen«, sagte er optimistisch im Hinblick auf den Abriss. Den Auftrag dazu hat er jetzt vergeben – aus Sicherheitsgründen. »So ein leer stehendes Gebäude ist immer ein Gefahrenpunkt«. Die Immobilie, in der bis Anfang Dezember die Haller Postfiliale untergebracht war, stehe jetzt zwar seit sechs Wochen leer. Doch glücklicherweise gebe es noch keine eingeschlagenen Fenster oder sonstige Schäden.

Borgmann, der neben dem Markt in Halle auch einen Supermarkt in Rheine betreibt, will bei der Planung eines neuen Marktes Schritt für Schritt vorgehen. Weil die sechs früheren Mitarbeiterinnen neue Jobs gefunden haben oder in den Ruhestand gewechselt sind, sieht er keinen Grund zur Eile. »Wir waren im alten Bestand als dienstältester Haller Supermarkt großflächig. Und dabei wollen wir es auch eigentlich auch gelassen«.

Der Architekt habe jedenfalls einen Gewerbebau von überschaubarer Größe und Höhe geplant, der sich in die Umgebung einfüge. Darum soll der Neubau auch ein Pultdach bekommen.

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