Senior Eduard Quindt zieht sich zurück – Eduard der Jüngere nun alleinverantwortlich Urologie-Praxis übergeben

Halle (WB/hn). Für die Besucher der urologischen Praxis Quindt im Ärztehaus an der Alleestraße ändert sich zum neuen Jahr auf den ersten Blick nichts. Ein Eduard Quindt wird wie gewohnt Dienst tun. Allerdings nur noch der Jüngere des gleichnamigen Vater-Sohn-Duos. Der Senior geht in den Ruhestand.

Mit der Erfahrung des Vaters Eduard und dem modernen Medizinwissen des Sohnes Eduard bilden die Quindts ein harmonisches Team in ihrer urologischen Praxis. Zum Jahreswechsel zieht sich der Senior nun zurück.
Mit der Erfahrung des Vaters Eduard und dem modernen Medizinwissen des Sohnes Eduard bilden die Quindts ein harmonisches Team in ihrer urologischen Praxis. Zum Jahreswechsel zieht sich der Senior nun zurück. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Seit fast 25 Jahren betreibt Eduard Quindt der Ältere die urologische Praxis in Halle, in die sein Sohn vor vier Jahren einstieg. »Das ist sein Lebenswerk«, sagt der 41-jährige Sohn bewundernd über seinen Vater. Die Mischung aus der langjährigen praktischen Erfahrung des Seniors und den im Studium und in der Ausbildung zum Facharzt erlernten innovativen Behandlungsmethoden des Sohnes machen den Erfolg des medizinischen Duetts aus.

Fließender Übergang sichert die urologische Versorgung

»Wir schaffen einen fließenden Übergang. Die urologische Versorgung in Halle und Umgebung ist gewährleistet, es gibt keinen Bruch für die Patienten«, sagt Eduard jun.. Gerade auf dem intimen medizinischen Feld der Urologie seien persönliche, vertraute Ansprechpartner für die Rat und Hilfe suchenden Menschen ein wichtiger Faktor.

Zudem verbesserten die modernen Verfahren auf dem sich rasant verändernden Bereich der Urologie die Versorgung der Patienten nachhaltig. »Die Untersuchungstechniken sind in Kombination mit dem Ultraschall genauer«, erklärt der Facharzt. Fortschritte auch im Bereich der örtlichen Betäubung sorgten für weniger belastende Eingriffe.

Bei Männern fehlt der »Startschuss« zum regelmäßigen urologischen Check

Viel Wert legt der Nachfolger auf die Krebsvorsorge bei Männern. Während Frauen ab der Geschlechtsreife frauenärztlich untersucht würden, fehle bei Männern dieser »Startschuss« zum regelmäßigen urologischen Check. Dem wirkt Quindt mit gezielter Ansprache entgegen – und erhält in den meisten Fällen eine positive Resonanz. Krankheiten wie Prostatakrebs ließen sich so früh erkennen.

Auch die Beratung, Behandlung und Operation von Patienten im nur 300 Meter nahen Haller Krankenhaus, Hausbesuche sowie die Betreuung von Senioren in den Altersheimen sind längst nahtlos vom Vater auf den Sohn übergegangen. »Unsere Praxis ist in den vier gemeinsamen Jahren gewachsen«, sagt der 41-Jährige. Nachdem die urologische Belegabteilung vom inzwischen geschlossenen Krankenhaus in Dissen nach Osnabrück verlegt wurde, strömten noch mehr Menschen aus Bad Rothenfelde und Dissen, aber auch Borgholzhausen, Harsewinkel und Versmold in die renovierte Quindt-Praxis. Die gute Anbindung des Ärztehauses samt Apotheke durch Bus und Bahn erleichtere den Anfahrtweg.

Schonende Blasenspiegelung erleichtert den ungeliebten Weg zum Urologen

In diese brachte der Junior sein Wissen ein. Ein modernes Ultraschallgerät sowie eine neue schonende, flexible Methodik zur Blasenspiegelung erleichtert Patienten den ungeliebten Weg zum Urologen. »70 Prozent sind Männer«, sagt Quindt sen, der vor 45 Jahren im sowjetischen Frunse (heute Bischkek), der Hauptstadt von Kirgistan, seine medizinische Karriere als Kinderchirurg begann.

Nachdem er im Jahr 1977 zu Zeiten Breschnews unter schwierigen Umständen mit dem gerade zehn Monate alten Sohn nach Deutschland ausreisen durfte, fand er am Johanneskrankenhaus in Bielefeld bei Chefarzt Dr. Federschmidt seine berufliche Schiene.

»Ich habe meinen Sohn als Partner schätzen gelernt«, drückt Quindt seinen Respekt für den Sohn aus, der sich in kurzer Zeit in den Betrieb einer kassenärztlichen Praxis mit all ihren Zeit, Energie und Nerven kostenden Begleiterscheinungen eingearbeitet habe.

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