Eigentümer plant Ersatzbau für Neukauf – Anliefersituation ist noch ungeklärt Neuer Edeka-Markt am Klingenhagen

Halle (WB). Wenn Haller den Edeka-Markt am Klingenhagen meinen, sprechen viele noch vom Delta- oder Kontramarkt. Auch der Name Neukauf hat mit dem geplanten Abriss ausgedient. »Die »Firmierung wird in der Edeka-Gruppe nicht mehr verwendet. Wenn wir neu eröffnen, dann sicher unter anderem Namen«, sagte Inhaber Hans-Jürgen Borgmann.

Von Klaudia Genuit-Thiessen
Seit 17 Jahren firmiert der Edeka-Markt am Klingenhagen in Halle unter dem Namen Neukauf. Der Eigentümer möchte abreißen und neu bauen und den Nahversorger erhalten. Die Bauvoranfrage für einen Markt mit 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche läuft.
Seit 17 Jahren firmiert der Edeka-Markt am Klingenhagen in Halle unter dem Namen Neukauf. Der Eigentümer möchte abreißen und neu bauen und den Nahversorger erhalten. Die Bauvoranfrage für einen Markt mit 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche läuft. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Der Geschäftsführer der Neukauf Borgmann GmbH in Rheine, die den Markt seit 17 Jahren betreibt, möchte tatsächlich abreißen und neu eröffnen. Die baurechtliche Genehmigung für einen neuen Supermarkt am Klingenhagen dürfte allerdings »eine Frage der Erschließung werden«, wie Bauamtsleiter Jürgen Keil gestern sagte. Denn die Anliefersituation sei noch nicht geklärt.

Wie berichtet, schließt der Neukauf-Markt am 24. Juni. Betroffen sind davon sechs Mitarbeiterinnen. Die Post-Filiale ist schon auf der Suche nach einem neuen Standort. Der Filiale der Bäckerei Olsson wurde gekündigt.

»Wir wollen die Nahversorgung aber auf Dauer erhalten«, sagte Borgmann. Der Zustand des Gebäudes lasse derzeit allerdings nur einen Abriss zu. Es gebe erhebliche Schäden an der Bausubstanz und auch die Schlaglöcher im Außenbereich ließen nicht mehr sanieren. Deshalb habe er am Dienstag einen Abrissantrag für den Edeka-Markt unterzeichnet.

Borgmann hat bereits ein Abstimmungsgespräch mit der Stadt geführt. Doch die ist nur beim gemeindlichen Einvernehmen im Spiel. Genehmigungsbehörde ist das Bauordnungsamt des Kreises Gütersloh. Geplant hat der Eigentümer des 4000-Quadratmeter- Grundstücks einen Markt, der mit 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche etwas größer als der bisherige werden soll. »Ich wünsche mir eine Neueröffnung für Mitte des Jahres 2018. Aber ob das wirklich klappt . . .«, hat er Bedenken.

Ein Bebauungsplan für das Gebiet am Klingenhagen gibt es nicht. Darum richtet sich eine Genehmigung des Vorhabens nach Paragraf 34 Baugesetzbuch: Es muss sich in die vorhandene Bebauung einfügen und verträglich sein. Genehmigungen dieser Art gaben in Halle schon mehrfach Grund zur Kritik: beispielsweise beim Bau des Stadions und des Minaretts.

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