Tag der offenen Tür der Musik- und Kunstschule Halle lockt viele Musikinteressierte an Urlaubsmusik auf dem Ölfass

Halle (WB/mk). Nach und nach strömen immer mehr Neugierige in den Übungsraum von Schlagzeuglehrer Peter Wröbel. Sie möchten den karibischen Klängen, die die Räume des Kunst- und Musikschulvereins am Klingenhagen erfüllen, auf den Grund gehen. Kurz darauf staunen sie nicht schlecht.

Peter Wröbel zeigt der chinesischen Austauschschülerin Yaxin Chen, wie man auf »Steeldrums« spielt. Das Instrument ist ein echter Hingucker.
Peter Wröbel zeigt der chinesischen Austauschschülerin Yaxin Chen, wie man auf »Steeldrums« spielt. Das Instrument ist ein echter Hingucker. Foto: Malte Krammenschneider

Denn die wohlklingenden Töne werden von einem Instrument erzeugt, das aus zwei alten Ölfässern besteht. Die sogenannten »Steeldrums« versprühen akustisch ein echtes Urlaubsgefühl und waren dabei nur eines der vielen Instrumente, die vergangene Woche in der Musikschule entdeckt werden konnten.

»Den Tag der offenen Tür veranstalten wir traditionell zu Beginn des Jahres, da ab dem 1. März die neuen Kurse starten. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um unser breites, durch Spenden finanziertes Angebot zu bewerben«, erklärte Birgit Schröter, stellvertretende Leiterin der 1977 gegründeten Musikschule, in der samt Kunstsparte mittlerweile 500 Schüler von 20 Lehrkräften unterrichtet werden. Dabei haben die potentiellen Interessenten die Qual der Wahl, denn mit Block- und Querflöte, Gitarre, Saxophon, Schlagzeug, Klavier, Geige, Cello, Trompete und Klarinette wird eine Vielzahl der gängigsten Instrumente abgedeckt.

Davon konnten sich zahlreiche Eltern mit ihrem Nachwuchs am Samstagvormittag persönlich überzeugen. Entweder beim entspannten Zuhören oder dem Versuch, selbst erste Erfahrungen mit dem jeweiligen Musikinstrument zu machen.

Blockflötenlehrerin Sandra Reffold hatte derweil in ihrem Übungsraum eine kleine Ausstellung vorbereitet, die die Besucher in die Welt der Flöten entführte. Reffold erklärte dabei wie man eine Blockflöte korrekt spielt und zeigte anhand von großen und kleinen Exemplaren, dass eine Flöte mit steigender Größe immer tiefer klingt. Ein Instrument war sogar so groß, dass es so manchen der kleinen Besucher um mehrere Zentimeter überragte.

»Wir wollen heute sehen, welches Instrument noch in Frage kommt, denn Lenya spielt bereits Klavier«, erklärte derweil Dunja Mittelberg, die mit ihrer Tochter bei ihrem Rundgang schließlich im Raum von Geige-Lehrer Piotr Miloslawski hängengeblieben war. Der Neunjährigen gefiel es dort wohl besonders gut. Den Besuchern wurde jedenfalls schnell klar, dass der Verein wertvolle kulturelle Arbeit leistet und es mit seinen Musiklehrern schafft, langfristig die Freude am Musizieren zu vermitteln. Anmeldungen für die neuen Kurse sind übrigens noch bis Mitte Februar möglich.

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