CDU fordert zwei Kreisverkehre an der Westumgehung »Es ist schon genug passiert«

Halle (WB/SKü). Die Haller CDU will sich mit Vertröstungen und Beschwichtigungen zu den Verkehrsverhältnissen und Unfallgefahren auf der Westumgehung (L 782) nicht länger zufrieden geben. Die Christdemokraten fordern den Bau von zwei Kreisverkehren an den Einmündungen Wertherstraße und Nordstraße.

Fordern mehr Verkehrssicherheit mit Kreisverkehren auf der Westumgehung: (von links) Dieter Baars, Hendrik Schaefer, Wolfgang Schulz, Axel Reimers und Stefan Siemens.
Fordern mehr Verkehrssicherheit mit Kreisverkehren auf der Westumgehung: (von links) Dieter Baars, Hendrik Schaefer, Wolfgang Schulz, Axel Reimers und Stefan Siemens. Foto: Küppers

Da es sich um eine Landesstraße handelt, kann die Haller CDU nur versuchen, über politischen Druck auf den Baulastträger Landesbetrieb Straßen NRW sowie die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Einfluss auszuüben. Die guten Argumente sehen die Christdemokraten auf ihrer Seite. »Entgegen der Auffassung der Verwaltungen halten wir beide Stellen für besondere Unfallschwerpunkte«, sagt CDU-Fraktionschef Hendrik Schaefer, der insbesondere an den Tod eines Motorradfahrers an der Aufmündung Wertherstraße im vergangenen Jahr erinnert. Ebenso gehe es auch um eine Verbesserung des Verkehrsflusses, da nach Fertigstellung der A33 mit einer Zunahme des Verkehrs zu rechnen sei.

Stefan Siemens, ehemaliges Ratsmitglied der CDU, hat sich in alten Verkehrsentwicklungsplänen schlau gemacht. Im Jahr 2008 seien demnach für 2020 folgende Verkehrsmengen prognostiziert worden: Für die Wertherstraße 6400 Kfz in 24 Stunden und für den oberen Teil der Westumgehung bis zur Aufmündung Wertherstraße 6900 Kfz in 24 Stunden. Ab der Wertherstraße wurden für die Westumgehung 10 600 Kfz vorhergesagt. Siemens: »Ich glaube, dass die tatsächlichen Verkehrsmengen bereits ein gutes Stück höher liegen.« Und aus seiner Erfahrung als Anwalt kann er nur warnen, dass das Übersehen von herannahenden Fahrzeugen trotz freier Sicht auf eine Kreuzung viel öfter vorkomme, als man es vermuten würde. Ein Kreisverkehr schaffe hier deutlich mehr Sicherheit und bremse den Verkehr ab.

Zwei Kreisverkehre kurz hintereinander, so räumen die CDU-Politiker ein, erschienen sicher ungewöhnlich, seien aber umsetzbar. Schaefer: »Alternativ würden wir vorschlagen, aus Richtung Eggeberg kommend den ersten Kreisverkehr an der Nordstraße einzurichten und den noch vorhandenen Rest der Wertherstraße hier an den Kreisverkehr wieder anzuschließen. Die jetzige Einmündung der Wertherstraße in die Westumgehung könnte man dann ganz schließen oder mit einer Rückbaumaßnahme nur noch für Rechtsabbieger zulassen.« Da müsse jetzt politisch Druck auf den Kessel, hoffen die CDU-Vertreter auf Unterstützung. »Die Geschwindigkeiten auf der Westumgehung werden beim Einbiegen oft unterschätzt. Es ist einfach schon genug passiert«, sagt der stellvertretende Bürgermeister Dieter Baars.

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