OWL-Termin im Haller Gerry-Weber-Stadion fast ausverkauft – Karten beim WESTFALEN-BLATT Pop-Oratorium auf Tour – Luther füllt die Arenen

Halle (epd/WB/bex). 500 Jahre nach der Reformation kommt Martin Luther (1483-1546) im Musical-Sound auf die Bühne. Dieter Falk hat ein Pop-Oratorium über den theologischen Rebellen komponiert und will damit die großen Hallen füllen – am 11. März das Gerry-Weber-Stadion in Halle.

Erst einmal, am Reformationstag 2015 in Dortmund, wurde das Oratorium gezeigt. Jetzt geht es auf Tour.
Erst einmal, am Reformationstag 2015 in Dortmund, wurde das Oratorium gezeigt. Jetzt geht es auf Tour. Foto: dpa

Dieter Falk hat die Musik zum »Luther«-Oratorium geschrieben.

»Bei uns ist der Chor der Star«, betont der auch aus dem Fernsehen bekannte Komponist Dieter Falk, der das Stück gemeinsam mit dem Autor Michael Kunze geschrieben hat. In Halle werden fast 1700 Sängerinnen und Sänger aus der Region auf der Bühne stehen. Auch das Publikumsinteresse ist riesig: »Wir haben für Halle schon mehr als 7000 Karten verkauft, es gibt nur noch wenige Restplätze«, sagt ein Sprecher des Organisationsteams der Creativen Kirche.

Auftakt in Hannover

Luther und seine Gegenspieler, dargestellt von Musical-Sängern, agieren unten auf einer weißen Show-Treppe. Zum 500. Reformationsjubiläum 2017 geht das Stück jetzt auf Deutschland-Tournee, geplant sind elf Aufführungen in neun Städten. Auftakt ist am 14. und 15. Januar in der TUI-Arena Hannover. »Luther ist eine Person mit Ecken und Kanten und bestens geeignet, um dazu Pop- und Rocksongs zu schreiben«, sagt Falk. Sein Stück erzählt das Ringen des Reformators um die Wahrheit anhand des Reichstages zu Worms 1521, als Luther sich weigerte, vor dem Kaiser seine Schriften zu widerrufen. Von dieser dramaturgischen Idee ließen sich bundesweit etwa 18.000 Sänger anstecken. Denn jede Aufführung wird von einem Mega-Chor aus der Region unterstützt.

Erstmals zu hören und zu sehen war das »Luther«-Oratorium am 31. Oktober 2015, dem Reformationstag, in Dortmund. 15.000 Zuschauer kamen damals in die Westfalenhalle. Luther, gespielt von Frank Winkels, trug ein schwarzes Kapuzengewand, in der Hand eine Schriftrolle. »Die Wahrheit ist ein scharfes Schwert, das die Mächtigen das Fürchten lehrt«, sang er auf der Bühne: »Ich will selber denken, um gewiss zu sein, was gut und richtig ist.« Seine Gegner erschienen in schrillen Anzügen, silbrig-glitzernd oder knallrot. Ein Bühnenbild gab es außer der Treppe nicht. Die Kulisse bildeten allein die Chorsänger mit ihren weißen Liedblättern.

Karten

Karten gibt es in allen Geschäftsstellen des WESTFALEN-BLATTES und hier im Online-Ticketshop.

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