Bauantrag fürs Vereinsheim ist gestellt – 100.000 Euro müssen noch finanziert werden Hörste baut sich ein »Rothaus«

Halle (WB).Das »Rothaus 32« macht die Träume der Fußballer in Hörste ahr – auch wenn womöglich bei der Schlackeschlacht die Handballer auf dem Platz stehen. Die sollen das neue Vereinsheim der TG nämlich ebenso nutzen wie andere Vereine und Gruppen aus Hörste.

Von Klaudia Genuit-Thiessen

»Wir wollen eine Begegnungsstätte für alle Hörster schaffen«, hofft Fußballobmann Fred Pischner darauf, dass das Gebäude in den TG-Vereinsfarben neben Kirche, Gemeindehaus und Forum tatsächlich zum neuen Treffpunkt im Dorf wird – und zwar nicht nur für die 1100 Mitglieder der Turngemeinde.

Der Bauantrag ist jetzt jedenfalls gestellt. Gezeichnet hat das »Rothaus 32«, das auch das Gründungsjahr des Vereins im Namen trägt, Martin Hagemeyer. Der Architekt und Bauleiter in einem Ingenieurbüro hat verschiedene Varianten für verschiedene Standorte rund um den Rasenplatz konstruiert. Der ausgewählte Entwurf sieht einen massiven Flachbau vor. Der liegt hinter dem 2001 eingeweihten Rasenplatz und ist von der Hörster Straße aus erreichbar. »Da, wo unsere vergangenes Jahr abgebrannte Verkaufshütte mit Unterstand für den Schiri stand, unser Fluchtraum bei Platzregen, da soll das ›Rothaus‹ hin«, sagt Stefan Uthmann, ebenfalls Fußballobmann in der TG.

»Rothaus« – die Idee für den Namen stammt von Martin Hagemeyers Bruder Thomas. In dem nämlich rot verputzten Gebäude sollen zwei Umkleidekabinen, Duschräume und ein Raum für den Schiedsrichter Platz finden, eine Toilettenanlage und ein großer Aufenthaltsraum.

Das Vereinsheim wird etwa 25 mal acht Meter groß und hat eine Nutzfläche von knapp 160 Quadratmetern. Obendrauf könnte eine Dachterrasse eingerichtet werden. »Weil wir ja auch eine Flutlichtanlage bekommen, könnte man von dort eine prima Aussicht auf das Spielfeld genießen«, freut sich Fred Pischner schon auf die Möglichkeiten – und darauf, Turniersprecher Werner Klack bei der Schlackeschlacht von oben zu beobachten. »Das muss allen ein bisschen Spaß machen«.

Handwerker aus Hörste sollen das »Rothaus« bauen. Torsten Goldbecker hat die Bauaufsicht. Die Hörster wollen das meiste in eigene Hände nehmen – und zwar mit voller Absicht. Denn die Stadt hat zugesagt, zwei Drittel von den 300.000 Euro Gesamtinvestition zu übernehmen. Den Rest muss der Verein mit Sponsorengeldern und einem Kredit finanzieren.

Und natürlich mit Eigenleistungen. »Das geht jetzt richtig los, auch mit Marketingaktivitäten«, sagt Christian Mörke, der für die TG das Controlling übernommen hat.

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