Ronchinplatz füllt sich erst spät – Kinder haben dennoch ihren Spaß Erstmals Regen zum »Haller Herbst«

Halle(WB). Liebevoll zwischen Blumenkübeln und Pferdestatue drapiert sind die großen Heuballen, die den Ronchinplatz schmücken. Dennoch bleiben die Sitzgelegenheiten lange Zeit leer – schließlich haben sie sich schon vor Beginn des »Haller Herbstes« mit Regenwasser vollgesogen.

Von Sara Mattana
Erst am späten Nachmittag füllte sich der Ronchinplatz, sind Tische und Bänke des Biergartens abgetrocknet und haben die Imbiss- und Getränkestände reichlich Zulauf.
Erst am späten Nachmittag füllte sich der Ronchinplatz, sind Tische und Bänke des Biergartens abgetrocknet und haben die Imbiss- und Getränkestände reichlich Zulauf. Foto: Klaus-Peter Schillig

Denn der elfte verkaufsoffene Herbst-Sonntag macht seinem Namen alle Ehre: Nach den warmen Tagen des verspäteten Sommers müssen auch die letzten Sonnenstrahlen dunklen Wolken weichen, so dass der Herbst nun endgültig auch in Halle Einzug hielt. »Es ist das erste Mal, dass schon die Eröffnung so verregnet war. Wir sind eine Open Air-Veranstaltung und dem Wetter deshalb völlig ausgeliefert«, sagt Organisator Rainer Neumann. Und so läuft die traditionelle Veranstaltung in diesem Jahr schleppend an, während Besucher mit Regenschirmen von Geschäft zu Geschäft eilten und Joachim Barteldrees damit beschäftigt ist , die Tische und Bänke vom Wasser zu befreien.

Doch nicht jeder lässt sich von dem schlechten Wetter abschrecken: »Der Regen macht uns nichts aus. Wir haben einen Schirm dabei und genießen den Tag trotzdem«, sagt Uschi Klein, die gemeinsam mit ihrem Mann Helmut aus Borgholzhausen gekommen ist, um in den Haller Geschäften zu stöbern. Und dort gibt es einiges zu entdecken: Neben besonderen Schnäppchen, Reibeplätzchen und Bratwurst erregt unter anderem auch ein großer Holzhaufen vor dem Modegeschäft »Schweppes« die Aufmerksamkeit der flanierenden Gäste. Vor Brautmode und Abendkleidern türmte sich das Kamin- und Brennholz von Marc Wittenbrock – dem Schwiegersohn von Inhaberin Heike Schweppe – auf. »Wir wollten die Gelegenheit nutzen und die Ladenfront gemeinsam gestalten«, sagt Heike Schweppe.

Auch die Kinder gehen nicht leer aus. So vergnügt sich der siebenjährige Moritz mit einer großen Modelleisenbahn, die er vor dem Juweliergeschäft »Otterpohl« fröhlich im Kreis fahren lässt und auch die Geschwister Ella, Max und Hanna sind bestens beschäftigt. Sie schauen Goldschmiedin Sina Feuerstake über die Schulter, die auf Wunsch Tiere nach Vorlage auf die Leinwand pinselt.

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