Pastor Aland nach 36 Jahren mit einer Heißluftballon-Fahrt verabschiedet »Lichtbringer« geht in die Luft

Halle-Künsebeck(WB/el). Schier endlos wirkte die Reihe der Weggefährten, die Pastor Andreas Aland am Sonntag in den Ruhestand verabschiedeten. Viel taten dies musikalisch, die meisten mit einer Flasche Wein im Gepäck und alle im Wissen, dass nach 36 Jahren nun ein engagierter Theologe geht, der tiefe Spuren hinterlassen hat.

Viele Freunde haben viel zu sagen (von links): Anne Rodenbrock-Wesselmann und Pastor Burkhard Steinebel bedankten sich bei Sabine und Andreas Aland ebenso wie Pastor Christian Stephan, Dechant Josef Dieste und Superintendent Walter Hempelmann.
Viele Freunde haben viel zu sagen (von links): Anne Rodenbrock-Wesselmann und Pastor Burkhard Steinebel bedankten sich bei Sabine und Andreas Aland ebenso wie Pastor Christian Stephan, Dechant Josef Dieste und Superintendent Walter Hempelmann. Foto: Eische Loose

Nach 36 Dienstjahren ist Pastor Andreas Aland samt seiner Familie fest in Künsebeck verwurzelt. Die Gemeindemitglieder haben ihn dabei nicht nur beruflich, sondern auch privat durch Höhen und Tiefen begleitet. »Du warst immer friedliebend und ein echter Lichtbringer. Doch sicherlich bist du auch manchmal in die Luft gegangen«, sagte Pastor Burkhard Steinebel als Vorsitzender des Presbyteriums. Als Abschiedsgeschenk lässt ihn nun die Gemeinde tatsächlich in die Luft gehen, nämlich bei einer Heißluftballon-Fahrt über Künsebeck.

Allerdings dürften solche aufbrausenden Momente selten gewesen sein. Denn auch andere Festredner wie die Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann und Superintendent Walter Hempelmann waren sich einig: Andreas Aland ist ein Mensch des Ausgleichs und praktisch orientiert. »Er war immer ganz unkompliziert da, wenn man ihn brauchte«, erinnerte sich beispielsweise Walter Hempelmann. Und die Bürgermeisterin wusste: »In der Zusammenarbeit hat einfach die Chemie gestimmt.«

Die wichtigste Neuerung, die der Pastor in der kleinen Gemeinde einführte, war die umfangreiche Kinder- und Jugendarbeit - namentlich der Helferkreis, aber auch ein regelmäßiger Kindergottesdienst. Beide Institutionen sorgten dafür, dass sich junge Menschen im Glauben und im Gemeindeleben zuhause, sicher und gut aufgehoben fühlten. Auf diesem Nährboden wiederum konnten sich dauerhaft Freundschaften entwickeln.

Eine andere Spur hat Andreas Aland in der Ökumene hinterlassen. Dechant Josef Dieste erinnerte sich an zahlreiche regelmäßige Treffen und hoffte auf deren Fortsetzung. Denn so ganz wird Pastor Andreas Aland nicht aus dem Künsebecker Gemeindeleben verschwinden. So bleibt er einerseits im Pfarrhaus an bewährter Stelle erreichbar, andererseits kann und wird er gelegentlich seelsorgerische Aufgaben übernehmen. Vor allem aber unterrichtet er weiterhin an der Berufsschule Religion.

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