22 Friseur-Azubis erhalten Gesellenbrief und Zeugnis am Berufskolleg »Schnittfest und farbenfroh«

Kreis Gütersloh (WBjad). Mark Forsters »Stimme« ist ein Lied über schwierige Entscheidungen im Leben – und ein Plädoyer, auf sein Bauchgefühl zu hören. Als 21 Friseurinnen und ein Friseur am Berufskolleg feierlich freigesprochen wurden, hat Klassenlehrerin Ina Hensen die Chart-Nummer nun aufgegriffen.

In der Aula des Berufskollegs bekommen die 22 Nachwuchs-Friseure ihre Gesellenbriefe und Zeugnisse.
In der Aula des Berufskollegs bekommen die 22 Nachwuchs-Friseure ihre Gesellenbriefe und Zeugnisse. Foto: Jan Dresing

»Nehmen Sie sich Zeit, sich zu orientieren und schlagen Sie den Weg ein, der jetzt zu Ihnen passt«, riet sie den Absolventen, die am Anfang ihres Berufslebens stehen. »Bleiben Sie sich treu und hören Sie öfters mal aufs Bauchgefühl«, betonte Hensen.

Nach drei Jahren Ausbildungszeit haben die Nachwuchsfriseure ihren Traumberuf erlernt und erfolgreich ihre Gesellenprüfung absolviert. Dabei mussten sie unter anderem beim Schneiden eines Damen- sowie eines Herrenhaarschnitts, beim Färben sowie im Bereich Make-Up ihr Können unter Beweis stellen.

Abschluss fürs Leben

In der Aula des Berufskollegs kamen die ehemaligen Lehrlinge mit ihren Ausbildern, Verwandten, Freunden und Lehrern zusammen. Dabei wurde es durchaus feierlich: Die Absolventen hatten sich allesamt herausgeputzt, kamen in schicken Kleidern oder hochhackigen Schuhen. Auch die Grüßworte schlugen einen festlichen Ton an: »Sie werden heute von den Pflichten der Lehrlinge freigesprochen und in den Stand der Gesellen erhoben«, sagte der stellvertretende Schulleiter Ulf Kleine-Piening. »Dieser Berufsabschluss begleitet Sie ein Leben lang«, betonte er. »Er ist jetzt ein Teil von Ihnen.«

Die 22 Gesellen wurden von den Klassenlehrerinnen Ina Hensen und Silva Alaupovic betreut. »Sie werden nur Erfolg haben, wenn Sie ständig dazu lernen«, appellierte Silva Alaupovic an die Ex-Azubis, sich stetig weiterzuentwickeln. Ulrike Dietrich, Lehrlingswartin der Friseurinnung Gütersloh, wünschte den Jung-Friseuren, immerzu »schnittfest und farbenfroh« zu bleiben.

Ulf Kleine-Piening betonte indes: »Der Beruf des Friseurs ist weit mehr als Haare schneiden. In kaum einem anderen Beruf kommt man so nah an den Kunden heran.« Friseure seien nicht nur Handwerker sondern auch Künstler und so manches mal Seelentröster und Kummerkasten. Und für die berufliche Zukunft gab er den Gesellen ein besonderen Rat mit auf den Weg: »Wer sein Handwerk gut versteht, für den ist ein Arbeitsplatz sicher.«

Die Friseure und ihre Besten

21 Friseurinnen und ein Friseur haben ihre Gesellenprüfung erfolgreiche absolviert. Sie erhielten im Berufskolleg ihr Zeugnis und den Gesellenbrief. Die Jung-Friseure sind: Helena Aho (Frisör Klier, Gütersloh), Hatune Begic (Sandra u. Nicole Fahlke, Gütersloh), Jose Manuel Bermudo Ferreiro (Haar Team Seidel-Riewenherm, Gütersloh), Maria Celik (Frisör Klier Marktkauf, Gütersloh), Natelia Dik (Hair & More Friseurbetriebe, Herzebrock-Clarholz), Gamze Dursun (Ursula Müer, Rheda-Wiedenbrück), Janine-Noelle Fallowfield (Ash Gütersloh, Gütersloh), Lorena-Marie Friedrich (Anne Feldotto, Verl), Valentina Gedert (Das Haar Team Seidel-Riewenherm, Rietberg), Justine Gonzalez Lozano (Friseurteam Kitzig, Gütersloh), Lucy Laccertosa (Hair & More Friseurbetriebe, Hövelhof), Svetlana Legostaev (Seydi Hanun, Gütersloh), Valerija Medvedeva (Hair & More Friseurbetriebe, Verl), Gülsah Mercimek (Das Haar Team Seidel & Riewenherm, Rheda-Wiedenbrück), Stephanie Müller (Ash Gütersloh, Gütersloh), Celine Michelle Pavel (Kolfhaus Frisör, Halle), Daniela Piksa (Martina Missbrenner, Gütersloh), Tessa Marie Schümann (Das Haar Team Seidel & Riewenherm, Gütersloh), Mareike Siebert (Beate Hedwig Quinke, Rheda-Wiedenbrück), Irene Spuling (Hair & More Friseurbetriebe, Hövelhof), Melike Terlemez (Frisuren Seidel, Gütersloh), Eda Yumus (Riewenherm, Gütersloh).

Die Prüfungsbesten der Innung sind Maria Celik und Tessa Marie Schümann. Zudem wurden die schulischen Leistungen von Lucy Laccertosa (Notendurchschnitt 1,8), Maria Celik (1,8), Tessa Marie Schümann (1,5) und Mareike Siebert (1,3) ausgezeichnet.

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