»ProSieben Völkerball Meisterschaft«: Ärger um Schiedsrichterentscheid und Gerüchte um Eifersüchteleien Gute Quote – schlechte Kritiken

Halle (WB). Nach dem Rücktritt des Spielshowmasters Stefan Raab hat Pro Sieben am Samstag erstmals ein großes Völkerball-Turnier aus dem Haller Gerry-Weber-Stadion übertragen. Mit der offiziellen Quote von 1,21 Millionen Zuschauern (Marktanteil 14,9 Prozent, offiziell 7000 im Stadion) kann der Sender zufrieden sein, eventuell gibt es in Halle sogar eine Wiederholung. Doch die Show selbst mit 48 mehr oder weniger prominenten Mitspielern hat von TV-Kritikern und in den sozialen Netzwerken viel Kritik erfahren.

Von Stefan Küppers
Thorsten Legat, ehemaliger Fußballprofi und Dschungelcamp-Bewohner, spielte auch mit.
Thorsten Legat, ehemaliger Fußballprofi und Dschungelcamp-Bewohner, spielte auch mit. Foto: Sören Voss

Da war zum einen das Spiel selbst, das viele Zuschauer in seinem Ablauf als langweilig empfanden. Es gab Spiele, bei denen die unterlegene Mannschaft kaum einmal in Ballbesitz kam, um selbst zu punkten.

Die Moderatoren Esther Sedlaczek (Sky) und Thore Schölermann (»The Voice of Germany«) zeigten nicht nur gelegentlich Schwächen bei der korrekten Namensnennung der Mitspieler. Ihr Versuch, aus dem langatmigen Ablauf durch ständige Emotionalisierung eine Show zu machen, die eine viereinhalbstündige Übertragung rechtfertigt, blieb nur ein Bemühen.

Linienrichter sollten großzügiger sein

Als bei einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung wegen Fußübertretens gegen den »Dschungelkönig« Menderes Bagci kurzzeitig die Wogen hochgingen, wurden die Schieds- und Linienrichter von Verantwortlichen in einer Werbeunterbrechung angehalten, großzügiger zu werten. »Sonst gibt es noch einen Shitstorm und die Show fliegt uns um die Ohren«, hörten Linienrichter.

Um 0.51 Uhr stand mit dem Team Bachelor unter Führung von Captain Paul Janke der Sieger fest.

Eifersuchtsszenen?

Aus diesem Team hatte Angelina Heger zuvor noch für Schlagzeilen gesorgt. Die »Bild«-Zeitung berichtete von einer Eifersuchtsszene mit ihrem Freund Rocco Stark (Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht), dem sie an der Hotelbar in der Nacht zu Samstag eine Ohrfeige gegeben haben soll. Auch Gläser sollen geflogen sein.

»Das hatte einen ordentlichen Showeffekt, war aber alles halb so wild«, berichtet Ben Lambers, Direktor des Haller Gerry-Weber-Sportpark-Hotels. Bei der Aftershow-Party am Sonntagmorgen wurden die beiden wieder einträchtig miteinander gesehen.

Hoteldirektor Lambers lobte die professionelle Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma. An diesem Wochenende sei ein »sehr konsumfreudiges Publikum« im Hotel gewesen.

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