Baxters neue Produktionshalle ist in Betrieb – Internationaler Verband vergibt Preis als »Facility of the Year« Innovative Fabrik ausgezeichnet

Halle (WB). Das neue Produktionsgebäude ist erst seit Jahresbeginn in Betrieb, hat aber schon einen renommierten internationalen Preis eingeheimst. Baxter Oncology in  Künsebeck bekommt   den Preis »Facility of the Year 2016«.

Von Klaus-Peter Schillig
In die gläserne Produktion bei Baxter kann man sogar von der Straße aus hineinschauen. Wer direkt an der Abfüllung arbeitet, muss einen Vollschutzanzug tragen und kann nur über Handschuhschleusen eingreifen.
In die gläserne Produktion bei Baxter kann man sogar von der Straße aus hineinschauen. Wer direkt an der Abfüllung arbeitet, muss einen Vollschutzanzug tragen und kann nur über Handschuhschleusen eingreifen. Foto: Baxter

»Die Fabrik des Jahres« ist einer von mehreren Preisen, die von der weltweiten Vereinigung pharmazeutischer Ingenieure (ISPE) vergeben werden. Die Übergabe findet am 6. Juni in Bethesda im US-Staat Maryland bei einer Tagung mit 5000 Teilnehmern statt.  Gewürdigt wird von der ISPE unter anderem, dass in Künsebeck unter Nutzung eines 3D-Designs und mit detaillierten Simulationen eine effiziente Fabrik geschaffen worden ist, die weitgehend aus Glas besteht. Preiswürdig ist zudem, dass das gesamte Projekt durch eigene Ingenieure unter Einbeziehung der Beschäftigten konzipiert worden ist.

Baxter selbst produziert in Künsebeck zwar noch eigene  onkologische Präparate für Chemotherapien, überwiegend aber als Dienstleister für externe Auftraggeber. 95 Prozent der hier abgefüllten Fläschchen, ob mit flüssigem oder  – nach aufwändigen Verfahren  – gefriergetrocknetem Inhalt, gehen an internationale Auftraggeber, erläutert Frank Generotzky stolz, der seit Freitag neuer Geschäftsführer  des Standortes Künsebeck ist. Im Bereich Produktion Gefriertrocknung onkologischer Produkte ist Baxter Künsebeck sogar Weltmarktführer.

Kaum eine Fabrik weltweit dürfte in den vergangenen Monaten so oft besucht worden sein. Denn wegen der hohen Hygiene-Standards  in der Pharma-Produktion schauen sich nicht nur Kunden die gläserne Produktion an, sondern Gesundheitsbehörden aus dem In- und Ausland auch ganz genau hin.

Weil die hochautomatisierte Anlage mit insgesamt drei Gefriertrocknungsanlagen ebenso wie die gesamte Produktion  großes Fachwissen voraussetzt, hat Baxter die Zahl der Ausbildungsplätze auf 42 erhöht. Insgesamt sind durch die neue Fabrik 50 Arbeitsplätze geschaffen worden, 517 sind es jetzt insgesamt.

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