Süßwarenunternehmen investiert Millionen in Standort am Paulinenweg – Druckleitung wird verlegt Storck baut neue Verwaltung

Halle(WB). Der Haller Riese wächst weiter: Storck baut ein neues Verwaltungsgebäude auf dem Werksgelände am Paulinenweg. 

Von Klaudia Genuit-Thiessen
Fensterfronten und eine Fassade, die sich vom Material am Treffpunkt orientiert: Wie ein »eckiges S« setzt sich der neue Gebäudekomplex zwischen Treffpunkt und Condetta-Gebäude zusammen, wie diese Storck-Illustration zeigt. Dort sollen nächstes Jahr 180 Mitarbeiter in Büros und Besprechungsräumen arbeiten.
Fensterfronten und eine Fassade, die sich vom Material am Treffpunkt orientiert: Wie ein »eckiges S« setzt sich der neue Gebäudekomplex zwischen Treffpunkt und Condetta-Gebäude zusammen, wie diese Storck-Illustration zeigt. Dort sollen nächstes Jahr 180 Mitarbeiter in Büros und Besprechungsräumen arbeiten. Foto: Storck

»Wir sind erfreulicherweise erfolgreich gewachsen. Darum brauchen wir mehr Mitarbeiter und denen wollen wir auch attraktive Arbeitsplätze bieten«, begründet Unternehmens-Sprecher Dr. Bernd Rößler den Neubau zwischen dem Treffpunkt und dem Condetta-Gebäude. Derzeit beschäftigt Storck allein in Halle 2500 Mitarbeiter (weltweit sind es 5500). 180 von ihnen sollen im November 2016 in dem Neubau einen Arbeitsplatz bekommen.

Dafür investiert Storck mehrere Millionen Euro. Gebaut wird – übrigens seit Monatsbeginn – auf einem Areal, das wiederum direkt an die neue Lagerhalle angrenzt, die in diesem Sommer entstanden ist und die eine eigene Zufahrt vom Paulinenweg bekommen hat. 

Am Paulinenweg sind wieder Baukran und Bagger angerückt : Dort entsteht ein Verwaltungsgebäude.   Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Für die Erweiterung der früheren »Fabrik im Grünen« musste einiges an Bäumen gefällt werden. Derzeit wird das Gelände planiert, wo schon Bagger die Fundamente vorbereiten und am Mittwoch ein großer Baukran die Arbeit aufnahm. Dort soll jetzt ein Gebäude entstehen, das aus der Vogelperspektive wie ein »eckiges S« aussieht, wie Dr. Rößler im Gespräch mit dieser Zeitung sagt. Zwei Gebäudekörper sind versetzt nebeneinander angeordnet und mit einem Zwischenbau verbunden. Einer der beiden jeweils 13 Meter breiten Komplexe hat eine Länge von etwa 60 Metern, der andere ist nur 40 Meter lang.

Die Fassade wird sich sehr stark an die Baustoffe des Treffpunkts und des benachbarten Bürogebäudes anlehnen, teilt das Unternehmen mit. Die Fensterfront reicht bis zum Boden der Büros – das ergibt helle Räume. Flexible Trennwände machen es möglich, die Größen der Büros schnell den jeweiligen, sich verändernden Anforderungen anzupassen.

90 Büros für 180 Mitarbeiter

Geplant sind drei Geschosse. Dort sollen rund 90 Büros und Besprechungsräume für 180 Mitarbeiter Platz finden.
Der Neubau bleibt nicht die einzige Veränderung auf dem Firmengelände. Dem Abrissbagger weichen wird demnächst das alte Forsthaus. Der Kotten, in dem die Gartenbau- und Waldabteilung des Unternehmens ihren Sitz hat, ragt mit einer Hausecke in die Trasse der Autobahn, wie vom Paulinenweg aus ganz deutlich zu sehen ist, und muss deshalb Platz machen. Dr. Bernd Rößler: »Das ist letztendlich erst vergangene Woche besprochen worden.« Die Mitarbeiter der Grün-Abteilung sollen an anderer Stelle neue Räumlichkeiten für Werkstatt und Sozialräume erhalten.

Im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen steht auch die Verlegung der Druckleitung vom Paulinenweg nach Künsebeck. Weil die bisherige Trassenführung die Autobahntrasse schneidet oder zumindest tangiert, muss die Leitung zum Klärwerk an der Dahlbrede, wo das süße Prozesswasser aufbereitet wird, in verschiedenen Bereichen um einige Meter verlegt werden.

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