»Aktionsbündnis A 33« sofort lässt sich von Chefbauleiter Lothar Krämer informieren A-33-Abschluss bis 2019 möglich

Halle/Borgholzhausen (WB). Keine sechs Wochen nach dem Baustillstand auf sechs Grünbrücken der A-33-Trasse haben Chefbauleiter Lothar Krämer und sein Team alle Optionen geprüft und die Zeitpläne angepasst. Ihr Fazit: Wenn die Bauarbeiten vor dem 1. März 2016 wieder aufgenommen werden können, bleibt es beim Lückenschluss Ende 2019.

Die Autobahn A33 zwischen Bielefeld-Zentrum und dem Kreuz Bielefeld-Süd.
Die Autobahn A33 zwischen Bielefeld-Zentrum und dem Kreuz Bielefeld-Süd. Foto: Thomas F. Starke

Auf Einladung des Vorstandes des Aktionsbündnisses A 33 sofort erläuterte gestern Morgen Lothar Krämer, Leiter der Bauabteilung in der Regionalniederlassung Bielefeld von »Straßen.NRW«, wie man mit der vorläufigen Insolvenz des Auftragnehmers BETAM GmbH umgehen will. Einer von drei Verträgen sei noch vor Beginn des Verfahrens gekündigt worden: Der Weiterbau der Grünbrücken Stockkämper Straße, Eschweg und Holtfelder Straße sei bereits neu ausgeschrieben. Neustart könne dann Anfang Januar sein, sofern es das Wetter zulasse.

Für die beiden anderen Verträge – zum einen die Grünbrücke und eine Unterführung für die Neue Hessel, zum anderen die Grünbrücke Waldweg – warte man auf eine Rückmeldung des eingesetzten Insolvenzverwalters. Krämer: »Wird das Verfahren eröffnet, können wir ein Sonderkündigungsrecht nutzen.« Entscheide man sich bei der BETAM zu einer zeitnahen Fortführung des Auftrags, sei es auch gut. »Wir bereiten aber auch für die beiden in der Schwebe befindlichen Verträge sicherheitshalber eine Neuausschreibung vor«, bewies der A-33-Chefbauleiter, dass keine Variante von Planern und Juristen ungeprüft geblieben ist.

Bereits entstandene und eventuell noch entstehende Verzögerungen will Krämer durch »Stauchung« des Projektplans wieder aufholen. Dabei werde eine Verkürzung der ursprünglichen Bauzeiten für die einzelnen Bauwerke dadurch erreicht, dass mehrere parallel und nicht wie sonst üblich nacheinander gebaut werden. Das erfordere mehr Maschinen und mehr Manpower an der Trasse.

Diskutiert hat er seinen neuen Zeitplan auch schon mit der für den Artenschutz zuständigen Behörde. »Für den Streckenbau müssen die Unterführungen von Bächen und die Überführungen von Straßen hergestellt sein; die Grünbrücken können auch währenddessen noch gebaut werden«, berichtete er. Die Experten teilten seine Auffassung, dass es für die Tiere keine Probleme gebe, die Trasse zu queren, solange diese noch eine Baustelle sei.

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