Storck-Ausbildungswerkstatt unterstützt Team des Kreisgymnasiums beim Bobby-Car-Solarcup Flitzer fährt mit Sonnenernergie

Halle (WB). Er ist schon rot wie ein  Ferrari. Und er soll schnell werden. Mit professioneller Unterstützung der Storck-Lehrwerkstatt arbeiten acht Neuntklässler des Kreisgymnasiums daran, Ende August beim »Bobby-Car-Solarcup« mindestens einen Preis zu ergattern.

Von Klaus-Peter Schillig
Sie arbeiten schon für den Erfolg beim Bobby-Car-Solarcup (vorne von links) Thomas Kindermann, Moritz Lienenlüke, Katharina Sieve, Marcel Wurm, Leonie Holtkamp, Lea Marie Arndt und Fabian  Umhang. Dahinter (von links) die Unterstützer Brigitte Brune (Energie-Impuls), die Storck-Ausbilder Frank Muckermann und Andreas Bredenstein  sowie  KGH-Lehrer Peter Niermann.
Sie arbeiten schon für den Erfolg beim Bobby-Car-Solarcup (vorne von links) Thomas Kindermann, Moritz Lienenlüke, Katharina Sieve, Marcel Wurm, Leonie Holtkamp, Lea Marie Arndt und Fabian Umhang. Dahinter (von links) die Unterstützer Brigitte Brune (Energie-Impuls), die Storck-Ausbilder Frank Muckermann und Andreas Bredenstein sowie KGH-Lehrer Peter Niermann. Foto: Foto: Klaus-Peter Schillig

Schon seit Wochen zermartern sich Lea Marie Arndt, Leonie Holtkamp, Leah Jäcksch, Thomas Kindermann, Moritz Lienenlücke , Katharina Sieve, Fabian Umhang und Marcel Wurm mit ihrem Physik- und Mathelehrer Peter Niermann das Gehirn, um ihren Bobby-Car zu einem Renner zu machen – angetrieben nur mit einem sonnengespeisten 250-Watt-Elektromotor. Fachkundige Unterstützung und zusätzliches Material steuert die Ausbildungs-Werkstatt der Firma Storck bei. Beispielsweise das Fahrwerk. Die Plastik-Lenkung des Bobby-Cars wurde ausgebaut  und durch eine Metall-Konstruktion ersetzt, ein  Kinder-Quad wurde zu einem Dreirad umgebaut mit Scheibenbremsen vorn, mit hochwertigen Kugellagern von FAG.

Im Internet fahndet die »Boxen-Crew« bereits nach passenden Reifen mit weniger Profil – wegen des Rollwiderstandes. Im Team sind alle inzwischen Spezialisten und arbeiten doch eng zusammen. Und weil es nicht nur Preise für Schnelligkeit und Geschicklichkeit auf dem Parcours gibt, sondern auch für Kreativität und Design, haben vorrangig die Mädchen im Team auch dafür längst ein Konzept ausgearbeitet. Die Farben Schwarz und Orange sowie zerbrochene CDs kommen  zum Einsatz. Die äußeren Werte spielen am 28. August die Hauptrolle, einen Tag später geht es dann auf dem Parcours um Tempo und Geschick.

Gesucht wird jetzt noch ein Fahrer. Der muss Ende August mindestens neun Jahre alt sein und darf höchstens 20 Kilo wiegen. Für kommenden Samstag haben die Gymnasiasten ein »Casting« angesetzt. Auf dem Schulhof der Lindenschule können sich Kandidaten hinters Steuer eines älteren Modells vom KGH setzen und Proberunden drehen.
25 Teams am Start.

Um Geld jedenfalls müssen sich die insgesamt 25 teilnehmenden Teams   aus ganz Ostwestfalen nicht sorgen. Den Bausatz mit Solarmodul, das auf einem Hänger montiert wird, das  Bobby-Car, Elektromotor und Akku bekommen sie vom Unternehmens-Netzwerk  Energie-Impuls OWL gestellt. Dahinter stehen der Bezirksverband OWL des Vereins Deutscher Ingenieure, als Hauptförderer die Agentur für Arbeit, sowie als Sponsoren die Stadtwerke Bielefeld, die Stadt Bielefeld und die WEGE.

Vor allem der Einsatz der Arbeitsagentur macht deutlich: es geht nicht nur um Sieg und Platz und sportliches Getüftel, sondern der Wettbewerb gilt als Berufsorientierung, wie Berufsberater Dr.  Thomas Muhr betont. Hier gelinge es, Theorie und Praxis zu verbinden. Außerdem werde die Teamarbeit gefördert: Alle spezialisierten sich für ein gemeinsames Ziel.

Auch für Storck ist die Unterstützung des KGH-Teams gleichzeitig Talentsichtung, wie Personalbetreuerin Stefanie Knoop erläuterte. Ausbildungsleiter Frank Muckermann und seine beiden Kollegen Daniel Glück und Andreas Bredenstein investieren zwar viel Zeit, hoffen aber gleichzeitig, dass sich der Einsatz lohnt. Bei Storck werden ja nicht nur Süßigkeiten hergestellt, sondern auch viel Technik bis hin zur kompletten Produktionsmaschine. Der persönliche  Ehrgeiz und die gute Atmosphäre in der  Ausbildungswerkstatt, die auch Sprungbrett zu einem Ingenieur-Studium sein kann, gefällt  auch den Haller Gymnasiasten. Einige wollen in den Sommerferien sogar ganztags kommen, um weiter an ihrem Bobby-Car zu bauen.

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