Beschäftigte aus dem Gütersloher Werk protestieren in den Niederlanden Campina-Aus: 17.000 Unterschriften überreicht

Gütersloh (WB/mdel). Das Aus scheint besiegelt zu sein, doch die Mitarbeiter der Gütersloher Molkerei Friesland-Campina kämpfen weiter. Mit 17.000 Unterschriften im Gepäck reisten 25 Beschäftigte am Mittwoch in die Niederlande, um gegen die geplante Werksschließung zu protestieren.

Betriebsratsvorsitzender Frank Bollkämper (rechts) sucht das Gespräch mit dem Europa-Chef von Royal Friesland-Campina, Roel van Neerbos.
Betriebsratsvorsitzender Frank Bollkämper (rechts) sucht das Gespräch mit dem Europa-Chef von Royal Friesland-Campina, Roel van Neerbos. Foto: privat

Erstes Ziel war die Konzernzentrale in Amersfoort. Dort überreichten die Mitarbeiter Kopien der Unterschriftenlisten an Roel van Neerbos, den Europa-Chef von Royal Friesland-Campina.

"

Wir hatten ein Gespräch mit ihm, jedoch hat er klar signalisiert, dass es bei den Schließungsplänen bleiben wird.

Frank Bollkämper

"

»Wir hatten ein Gespräch mit ihm, jedoch hat er klar signalisiert, dass es bei den Schließungsplänen bleiben wird«, sagte Betriebsratsvorsitzender Frank Bollkämper. Die Gütersloher sprachen sich für einen Verkauf des Werks an einen Konkurrenten aus. Das sei ein weiter Weg, habe der Europa-Chef daraufhin geantwortet.

Erster Plan: Unterschriften an das niederländische Königshaus

Das zweite Ziel war Den Haag. Der ursprüngliche Plan, die 17.000 Unterschriften an das niederländische Königshaus zu überreichen, ließ sich nicht realisieren. Die Campina-Beschäftigten zogen deshalb weiter zum Parlament, wo ein Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit die Listen in Empfang nahm. »Er hat zugesichert, dass wir eine Rückmeldung bekommen«, sagte Bollkämper.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.