Gütersloh: Sparkasse unterliegt auch in Nachverfahren gegen Christoph Bender Letzte Chance ist vertan

Gütersloh (WB). Die Sparkasse Gütersloh-Rietberg hat auch die Nachverfahren gegen ihren zunächst bestelllten, dann entlassenen Vorstand Christoph Bender verloren. In allen fünf vor dem Landgericht verhandelten Fällen fallen die Urteile gegen das Geldinstitut aus.

Von Stephan Rechlin
Die Prozessparteien vor dem Urteil im Landgericht Bielefeld, von links: Rechtsanwalt Dr. Knut Müller, Christoph Bender, Rechtsanwalt Dr. Till Veltmann, Verwaltungsratsvorsitzender Markus Kottmann.
Die Prozessparteien vor dem Urteil im Landgericht Bielefeld, von links: Rechtsanwalt Dr. Knut Müller, Christoph Bender, Rechtsanwalt Dr. Till Veltmann, Verwaltungsratsvorsitzender Markus Kottmann. Foto: Stephan Rechlin

Die »Nachverfahren« knüpften an die in den Jahren 2015 und 2016 geführten Kündigungsklagen an, die rein auf Basis von Urkunden und Dokumenten geführt worden waren. Die Urteile sind damals unter dem Vorbehalt gefällt worden, dass es keine über die Dokumete hinausgehenden Beweise gibt, die dem Gericht nicht bekannt gewesen sein mögen. Falls es solche Beweise gibt, sollten in Nachverfahren vorgelegt werden.

Doch diese Beweise blieben Verwaltungsratsvorsitzender Markus Kottmann und Sparkassen-Anwalt Dr. Till Veltmann am Freitag schuldig. Eine Ladung der von ihnen benannten Zeugen - darunter eine Regierungsdirektorin der Bankenaufsicht Bafin - war Richter Dr. Jens Degner nicht nachgekommen, weil nicht zu erkennen gewesen sei, in welcher Form sie neue, über die vorliegenden Beweise hinaus neue und relevante Aspekte hätten beisteuern können.

Im Verwaltungsrat der Sparkasse Gütersloh-Rietberg galten diese Nachverfahren als letzte Chance, um eine angebliche Täuschung Benders im Bewerungsverfahren vor fünf Jahren nachweisen zun können. Zu Beginn der Sitzung hatte Richter Degner beide Seiten dringend dazu aufgerufen, sich zu einigen, da der Streit noch Potenzial für zahlreiche weitere Einzelprozesse über das Jahr 2021 hinaus habe.

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