Nach Echo-Skandal Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen Kollegah und Farid Bang

Düsseldorf/Gütersloh/Berlin (dpa). Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung gegen die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang. Das hat Behördensprecher Ralf Herrenbrück am Mittwochabend auf Anfrage mitgeteilt. Die »Westdeutsche Zeitung« hat darüber berichtet.

Die Rapper Kollegah (links) und Farid Bang.
Die Rapper Kollegah (links) und Farid Bang. Foto: dpa

Es seien zwei Strafanzeigen eingegangen. Nun werden die Liedtexte der Rapper auf ihre strafrechtliche Relevanz überprüft. Geprüft würden nicht nur die Texte der letzten CD, sondern auch frühere Songs der Gangster-Rapper.

Die Verleihung des Musikpreises Echo an die beiden Rapper hatte für einen Skandal gesorgt, der schließlich zur Abschaffung des Preises führte.

Auf öffentlichen Druck ließ die Plattenfirma, die Bertelsmann Music Group (BMG) mit Sitz in Berlin, die Zusammenarbeit mit den Rappern zunächst »ruhen«. Dann erklärte BMG die Beziehung für »beendet«. In der Stellungnahme der Plattenfirma heißt es: »BMG hält alle geäußerten Vorwürfe gegen Hartwig Masuch für unbegründet. BMG hat die Zusammenarbeit mit den Künstlern Kollegah und Farid Bang beendet. Bertelsmann distanziert sich von jeder Form von Antisemitismus und Diskriminierung.«

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