Gütersloh: Stadt prüft Tempo 30 an Hans-Böckler-Straße und das Parkverhalten der Lkws Stop-and-Go an der Einkaufsmeile

Gütersloh (WB). Tempo 30 wären auf der Hans-Böckler-Straße eine Geschwindigkeitserhöhung. Vor den Parkplätzen des Marktkaufes, des Hornbach-Baumarktes und des Marktkauf-Elektromarktes fährt ohnehin niemand schneller, das ist den Mitgliedern des Umweltausschusses schon bewusst.

Von Stephan Rechlin
Zwischen den Zufahrten der Getränke-, Lebensmittel-, Elektro- und Baumärkten an der Hans-Böckler-Straße kann ohnehin niemand schneller als Tempo 30 fahren.
Zwischen den Zufahrten der Getränke-, Lebensmittel-, Elektro- und Baumärkten an der Hans-Böckler-Straße kann ohnehin niemand schneller als Tempo 30 fahren. Foto: Carsten Borgmeier

Dennoch stimmten sie einem von der BfGT eingereichten Antrag zu, dort die Einführung von Tempo 30 von der Stadt prüfen zu lassen. Im Kern ging es Andreas Müller (BfGT) dabei auch weniger um die Sorge, dass dort gerast erden könnte: »Doch die an den Seitenstreifen parkenden Lkws beschwören immer wieder gefährliche Situationen herauf, vor allem ein den Ein- und Ausfahrten der großen Märkte.«

Die Einschränkung der Parkmöglichkeiten für Lkws aber ist ein Punkt, an dem die CDU nicht mitzog. Georg Hanneforth: »Wenn wir ihnen die Möglichkeiten an dieser Stelle nehmen, werden sie auf eine andere Stelle ausweichen. Wir verschieben das Problem damit nur, ohne zu wissen, wohin.« Die CDU stimmte gegen die Einschränkung doch trug die Tempo-30-Prüfung mit.

Radfahrer haben es dort auch schwer

Jens Hesse (Grüne) regte an, dann auch gleich bessere Möglichkeiten für Radfahrer dort mitzuprüfen: »Die haben es auf dieser Straße auch nicht einfach.« Manfred Reese (Linke) enthielt sich zum Lkw-Thema, forderte vor einer endgültigen Entscheidung aber solides Zahlenmaterial zur tatsächlichen Verkehrssituation: »Wir diskutieren hier nur auf Basis unserer subjektiven Eindrücke. Doch handelt es sich bei der Hans-Böckler-Straße tatsächlich um einen Unfall-Schwerpunkt, der unser Vorgehen rechtfertigt?«

Die Prüfung solcher Anträge ist laut Ordnungsdezernentin Christine Lang ein laufendes Geschäft des Verkehrsamtes. Sollten sich Änderungen ergeben, werde der Planungsausschuss einbezogen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.