Kfd Liebfrauen bietet ihrem Gütersloher Publikum vier Stunden Karnevalsspaß Die »Heinos« schmettern Heimatlieder

Gütersloh (WB). Einmal mehr ist den katholischen ­Frauen von Liebfrauen ein vierstündiges, bunt gemixtes Karnevalsprogramm wunderbar gelungen. Gleich drei Veranstaltungen sind gut besucht und begeistern das Publikum im Pfarrsaal der gleichnamigen Kirchengemeinde restlos.

Von Marie Berg
Die »Heinos« begeistern mit Gassenhauern. Die »Stimmen der Heimat« sind aktuelle und ehemalige Akteure, genannt die »Unglaublichen«, die seit zehn Jahren erstmals wieder auf der Bühne stehen.
Die »Heinos« begeistern mit Gassenhauern. Die »Stimmen der Heimat« sind aktuelle und ehemalige Akteure, genannt die »Unglaublichen«, die seit zehn Jahren erstmals wieder auf der Bühne stehen. Foto: Marie Berg

Einer von acht Sketchen: Mit zackigen Bewegungen kommt Günther auf die Bühne. »Hallo mein Schatz, meine Süße. . .« schmeichelt der Roboter seiner Gewinnerin Waltraud. Roboter Günther ist ihr Hauptgewinn. Er trinkt nicht, raucht nicht, hat eine eingebaute Fremdgehsperre – kurz, er ist der Prototyp des idealen Mannes. Auf Knopfdruck spult er ab, was von ihm erwartet wird. Dann spielen jedoch seine Module verrückt. . .

Alle an Bord der Boing KKC

Die Sketche, Playbackauftritte und der Gastauftritt der KKC-Gruppe »Die Lümmels« sorgen für beste Stimmung. Singend und tanzend begeben sich die Bühnengäste an Bord der Boing KKC, Flug 2018, auf den Flug von Gütersloh nach Saint Tropez. Gut, dass die Raketen gleich zu Beginn geübt worden sind – immer wieder starten sie im Verlauf des Abends spontan.

Und die Stimmungshits, die Oliver Kortmann und Norman Adelmann so treffend gewählt und aus den Boxen erschallen lassen, reißen die gut gelaunten Gäste von den Plätzen. Lautstark singen die Frauen mit. Dort, wo ein wenig Platz ist, tanzen bunt kostümierte Clowns und Cowgirls, Spinnen und wilde Tiere. Die Tische sind reichlich gedeckt mit feinsten Speisen und Getränken.

Per Tastbefund an der Brust das Alter schätzen lassen

Treffpunkt Friedhof: Es gibt endlich eine Bushaltestelle mit Bank und Kiosk. »Eine feine Sache«, sagt die betagte Dame zu ihrer Banknachbarin in plattdeutscher Mundart, »mit’m Bus trügge zur Kattenbuer«. Der Sketch mit Elisabeth Michel und Agnes Rickfelder, die ihr Alter per Tastbefund an der Brust schätzen lässt, löst große Begeisterung aus.

Manchmal ist Reden Silber und Schweigen Gold. Besonders, wenn ein Polizist (Dorothee Wullengerd) einen Strafzettel ausfüllen will und die Ehefrau (Kerstin Wiedey) des Fahrers (Margot Westerbarkey) permanent die »alternativen Fakten« zurechtrückt, die sich der Ehemann kurzerhand ausgedenkt. Zuletzt gibt sie preis: »Der ist immer so barsch zu mir, wenn er getrunken hat.«

Wenn Männer Nonnen verfolgen

Überaus gelungen sind auch die Sketche über längst überfällige Reparaturen im Haushalt, internationale Pflege und die männliche Verfolgung zweier Nonnen. »Wenn ich meinen Rock hebe und der Verfolger die Hosen runterlässt, kann ich schneller laufen«, weiß die Verfolgte. Nicht eindeutig ausgesprochene Einladungen können zu großen Missverständnissen führen. Das erfährt auch »Tupperdame« Christel Katten­stroth. Nicht alle Gäste wissen, dass es sich nur um eine »Tupperparty« handelt.

Ein Hut passt für alle Kulturen, Sänger und Sängerinnen. Gekonnt beweisen das Ute Brummel und Annette Plugge. Auch »Michael Holm« und »klubb3« geben sich playback die Ehre, und zum Finale schmettern sogar elf »Heinos« Lieder aus der Heimat. Damit steht eine Gruppe Ehemaliger, die »Unglaublichen«, nach zehn Jahren erstmals wieder auf die Bühne. Riesenapplaus!

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