Mit neuem Fahrzeug wollen die Mitarbeiterinnen dierkt vor Ort helfen Frauenberatung geht auf Tour

Gütersloh (WB). Damit keine Fragen und Unsicherheiten bleiben: Der neue »Mobile Beratungsbus« der Frauenberatungsstelle und Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt befindet sich ab sofort kreisweit auf Tour.

Von Gabriele Grund
Sie freuen sich, dass der »Mobile Beratungsbus« seinen Dienst aufgenommen hat (von links): Larissa Ranft (Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit, Frauenberatungsstelle), Lilli Neumann (Tanzschule Neumann), Gitte Weier (Psychotherapeutin, Frauenberatungsstelle), Birthe Stumpenhausen (leitende Gestalterin des Präventionsmobils) und Nina Spallek (Geschäftsführerin Bürgerstiftung).
Sie freuen sich, dass der »Mobile Beratungsbus« seinen Dienst aufgenommen hat (von links): Larissa Ranft (Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit, Frauenberatungsstelle), Lilli Neumann (Tanzschule Neumann), Gitte Weier (Psychotherapeutin, Frauenberatungsstelle), Birthe Stumpenhausen (leitende Gestalterin des Präventionsmobils) und Nina Spallek (Geschäftsführerin Bürgerstiftung). Foto: Gabriele Grund

Geplant ist, dass der Fiat-Ducato-Camper in Koordination mit den Schulsozial- und Jugendhausmitarbeitern des Kreises Gütersloh sowie den Mitgliedern des Arbeitskreises Mädchenarbeit vor Schulen sowie Jugend- und Familienzentren, aber auch bei Jugendeinrichtungen im ländlichen Bereich Halt machen wird.

Förderverein stellte 25.000 Euro bereit

Der Camper wurde auf Antrag des Vereins »Frauen für Frauen«, seit 1979 Träger des Frauenhauses, der Frauenberatungsstelle und des Frauennotrufes in Gütersloh, angeschafft. Der Förderverein stellte für Kauf, Folierung, zusätzliches Inventar und Informationsmaterial insgesamt 25.000 Euro bereit. Die Bürgerstiftung unterstützte die Anschaffung des 22.500 Euro teuren, 14 Jahre alten Beratungsbusses mit 3000 Euro.

Angebot richtet sich an Mädchen ab 15 Jahren

Der mit kleiner Küche, Sitzgelegenheiten und Standheizung ausstaffierte Bus wendet sich vorzugsweise an junge Mädchen ab 15 Jahren. Ihnen soll das Gefährt als geschützte und neutrale Begegnungsstätte dienen. Schwerpunktthemen der Beratungen sind Cybermobbing und der Schutz von Mädchen und jungen Frauen vor sexualisierter Gewalt mit dem Schwerpunkt der Ausübung von Gewalt über digitale Medien.

Mädchen und Frauen in Flüchtlingsheimen aufsuchen

Zudem ist geplant, junge Mädchen und Frauen in Flüchtlingsheimen aufzusuchen. »Die Funktion eines mobilen Beratungsbusses kann in diesem Rahmen für die Zielgruppe der von Gewalt betroffenen und traumatisierten geflüchteten Mädchen und Frauen eine besondere Rolle spielen«, sagt Gitte Weier, Psychotherapeutin in der Frauenberatungsstelle

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Die Funktion eines mobilen Beratungsbusses kann in diesem Rahmen für die Zielgruppe der von Gewalt betroffenen und traumatisierten geflüchteten Mädchen und Frauen eine besondere Rolle spielen

Gitte Weier

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Weier betonte, dass mit dem Bus ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ginge. Zum einen könne man dadurch Mädchen und Frauen, aber auch Jungen ab 15 Jahren durch niedrigschwellige Infoarbeit und Beratungen gezielter zur Seite stehen, zum anderen öffentlichkeitswirksam auf die Arbeit der Frauenberatungsstelle hinweisen. So wie am Mittwoch, 14. Februar, wenn der Bus ab 17 Uhr vor dem Gütersloher Rathaus stehen wird. Anlass ist die »One Billion Rising«-Tanzaktion, mit der ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt werden soll.

Löwenzahnpflanze auf der Fahrerseite, Pusteblume auf der Beifahrerseite

Um dem Fahrzeug ein unverwechselbares Äußeres zu verpassen, hat die Künstlerin Birthe Stumpenhausen aus Isselhorst mit acht 15 bis 16 Jahre alten Mädchen der Tanzschule Neumann die Gestaltung erarbeitet. Dabei findet sich das Logo der Frauenberatungsstelle genauso wieder wie eine Löwenzahnpflanze auf der Fahrerseite und eine Pusteblume auf der Beifahrerseite des Busses. »Wir haben uns dafür entschieden, den Löwenzahn als Symbol für Durchsetzungsstärke zu verwenden, denn diese Pflanze findet sich einfach überall wieder.«

In einer weiteren Aktion wird jetzt nach einem einprägsamen Namen für den Bus gesucht. Vorschläge können per E-Mail an frauenberatung-gt@frauen4frauen.de eingereicht werden.

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