Diakonie Gütersloh setzt Projekt auch in diesem Jahr fort Mehr Paten für Flüchtlinge gesucht

Gütersloh (WB). Beim ersten offenen Treffen des Arbeitskreises »Asyl« der Evangelischen Kirchengemeinde hat es Tränen gegeben: bei den Flüchtlingen aus Dankbarkeit, bei den helfenden Paten vor Rührung.

Von Renate Ibeler
Paten und Flüchtlinge berichteten in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft über ihre positiven Erfahrungen (von links): Katharina Stein, Houlanda Abakous, Katharina Lindenberg, Zuhir Sabbagh, Lisa Lange, Sawsan Rashid, Latmohamad Noori und Jörg Habermann.
Paten und Flüchtlinge berichteten in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft über ihre positiven Erfahrungen (von links): Katharina Stein, Houlanda Abakous, Katharina Lindenberg, Zuhir Sabbagh, Lisa Lange, Sawsan Rashid, Latmohamad Noori und Jörg Habermann. Foto: Renate Ibeler

Am Dienstagabend waren mehr als 40 Interessierte in die Räume der Landeskirchlichen Gemeinschaft gekommen, um sich über das Konzept des Patenschafts-Programms für Flüchtlinge zu informieren.

Flüchtling berichtet von seinen Erfahrungen

Paten und Geflüchtete berichteten außerdem von ihren persönlichen Erfahrungen. »Ich bin froh und dankbar, dass Lisa Lange uns geholfen hat«, erzählte Latmohamad Noori. 2016 sei er aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und habe kein Wort Deutsch gesprochen.

»Ich habe mich sehr fremd und alleine gefühlt«, betonte er. Als er Lisa Lange von der Flüchtlingshilfe vermittelt bekommen habe, sei ihm ein Stein vom Herzen gefallen. Ohne Unterstützung wäre er »mit Sicherheit nicht zurechtgekommen«.

Im Mai 2016 hatte die Flüchtlingsberatungsstelle der Diakonie Gütersloh unter dem Motto »helfen – begleiten – fördern« ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche gefördertes Patenschaftsprogramm für Flüchtlinge gestartet.

15 Patenschaften im Jahr 2017 geschlossen

»Im ersten Jahr wurden 25 Patenschaften geschlossen und betreut, darunter 18 Familien und sieben Einzelpersonen«, berichtete Flüchtlingsberaterin Katharina Stein. Zehn dieser Patenschaften seien im Zuge der Projektförderung auch 2017 begleitet worden. 15 Patenschaften seien neu geschlossen worden.

»Die Patenschaften sollen den Grundstein für längerfristige Kontakte und Freundschaften legen, auch außerhalb des Projektrahmens«, stellte die Flüchtlingsberaterin heraus. Deshalb würden fortlaufend neue Paten gesucht.

Mit den Interessierten werde zunächst ein Gespräch über ihre Stärken, Kompetenzen und Begleitwünsche geführt. Auf dieser Basis würde dann der Kontakt zu einer Flüchtlingsfamilie oder einer Einzelperson hergestellt. Anschließend könnten beide Seiten entscheiden, ob eine Patenschaft gewünscht sei. »Bei Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung«, betonte Stein.

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