Für elf Millionen Euro saniertes Freizeitbad eröffnet am Dienstag, 23. Januar - mit Video Erste Einblicke in neue »Welle«

Gütersloh (WB). Es ist ein riesiges Projekt gewesen, das jetzt nicht ganz genau im Zeitplan liegt. Das für etwas mehr als elf Millionen Euro grundsanierte und neu gestaltete Erlebnisbad »Welle« wird vor Weihnachten – wie ursprünglich vorgesehen – nicht öffnen.

Von Carsten Borgmeier
Sven Dethlefsen (33, links) und Marcel Kahler (28) sind als Schwimmmeister in der »Welle« beschäftigt. Sie leiten jetzt mit ihren Kollegen die Probeläufe der neu installierten Technik ein. Bei dem dreiwöchigen Testbetrieb geht es laut Bäderchef Marko Rempe hauptsächlich um Qualität und Sicherheit.
Sven Dethlefsen (33, links) und Marcel Kahler (28) sind als Schwimmmeister in der »Welle« beschäftigt. Sie leiten jetzt mit ihren Kollegen die Probeläufe der neu installierten Technik ein. Bei dem dreiwöchigen Testbetrieb geht es laut Bäderchef Marko Rempe hauptsächlich um Qualität und Sicherheit. Foto: Carsten Borgmeier

Doch am Dienstag, 23. Januar, soll es losgehen. Von 10 Uhr an können Wasserfreunde ihre alte, neue »Welle« erstmals kennenlernen; bis dahin soll sich die ebenso moderne wie komplexe Haustechnik einspielen.

Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda (47), Bäderleiter Marko Rempe (47), Projektmanager Jens Wilhelm Brand (53) und Bauleiter Stefan Beckert (52) haben am Freitag schon mal den Abschluss der Bauarbeiten bekannt gegeben und führten durch das Bad – das Ergebnis kann sich sehen lassen.

100 Meter lange Rutschen, ganzjährig geöffnetes Außenschwimmbecken, Textildampfbad mit inte­grierter Tropendusche und virtuelle Meereswelt: Diese und viele andere Glanzlichter bietet das grundsanierte Spaßbad am Stadtring Sundern. »Prinzipiell könnten wir schon öffnen, aber vor dem Neustart wollen wir einen umfangreichen Probelauf abwarten, um unsere hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards vom ersten Betriebstag an gewährleisten zu können«, betonte Ralf Libuda.

Der Hauptgrund, weshalb die »Welle« jetzt erst im Januar öffnet, soll der neunwöchige Baustopp wegen mutmaßlicher Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Bereich des Freibad-Areals gewesen sein. Diese Verzögerung konnte nicht ganz wettgemacht werden.

Die neue »Welle« in Zahlen: 44 Prozent der Aufträge sind an Baubetriebe aus Ostwestfalen-Lippe gegangen. Etwa 1300 Kubikmeter Beton zuzüglich Bohrpfähle sind verbaut worden. Die aktuelle Wasserfläche beträgt 1450 Quadratmeter, 36 Kilometer Kabel wurden in der Anlage verlegt. Interessant für umweltbewusste Menschen dürfte sein, dass durch die effiziente Technik 80 Prozent der entstehenden Wärme zurückgewonnen wird.

Zu den Glanzlichtern des Freizeitbades gehören ein Textildampfbad mit integrierter Tropendusche und 45 Grad Lufttemperatur. Das Hauptbecken trumpft mit neuen Wellen auf, es gibt eine Power-Wasserkanone und in der Planschzone für Kinder locken virtuelle Meereswelten und Spritzdüse. Der Sportbereich der »Welle« ist Heiligabend und Silvester jeweils von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Alle Fakten zum Freizeitbad gibt es i m Internet.

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