Stadt Gütersloh will auf Einführung einer Gelben Tonne verzichten Gelbe Säcke sollen reißfester werden

Gütersloh (WB/mdel). Die Stadt Gütersloh wird auf die Einführung einer Gelben Abfalltonne verzichten. Stattdessen will sie auf eine Auslieferung von Gelben Säcken mit besserer Qualität drängen.

Streitpunkt: Viele Bürger kritisieren die Qualität der Gelben Säcke.
Streitpunkt: Viele Bürger kritisieren die Qualität der Gelben Säcke. Foto: dpa

Die Verwaltung hatte die Systemumstellung bei den Dualen Systemen Deutschland (DSD) angefragt, stieß dort jedoch auf Ablehnung. »Als Begründung wird angeführt, dass ein abgestimmtes, funktionierendes System in Gütersloh besteht«, erklärt die zuständige Dezernentin Christine Lang in einer Umweltausschuss-Vorlage.

Bei der Erfassung von Leichtverpackungen (LVP) über Gelbe Tonnen sei erfahrungsgemäß mit hohen Fehlwurfraten zu rechnen. Laut DSD liege der Kreis Gütersloh mit etwa 36 kg/Einwohner/Jahr über der durchschnittlichen Sammelmenge in Deutschland. Im Kreis Gütersloh werde überwiegend über die Gelbe Tonne gesammelt. Bei einer Einführung der Gelben Tonne in Gütersloh sei mit einer weiteren Erhöhung der Fehlwurfrate zu rechnen.

DSD habe angeboten, bei der nächsten Ausschreibungsrunde den Zusatz aufzunehmen, dass nur noch Gelbe Säcke mit einer größeren Mindeststärke eingesetzt werden sollen. Hier gab es in der Vergangenheit große Kritik, weil die Säcke mancher Anbieter schnell eingerissen sind.

Wer trotzdem auf eine Gelbe Tonne besteht, für den hält die Firma Tönsmeier ein Angebot bereit. Das Unternehmen würde Gelbe Tonnen zur Verfügung stellen. Die Preise für diesen Service sind nach angeschlossenen Grundstücken gestaffelt. Sie bewegen sich bei einem 240-Liter-Gefäss mit 14-täglicher Abfuhr zwischen vier und acht Euro im Monat. Der Mindestanschluss beträgt 500 Behälter. Der Vertrag wird dann direkt zwischen Tönsmeier und dem Grundstücksbesitzer geschlossen.

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